Gleich zu Beginn stellte Cerny das persönliche Miteinander in den Mittelpunkt: In Zeiten von „Klicks“, „Followern“ und digitaler Dauerkommunikation sei das direkte Gespräch, das ehrliche Lächeln und das „Ratsch’n“ durch nichts zu ersetzen. Dieses analoge Netzwerk sei es, das Amberg als Stadtgesellschaft zusammenhalte.
In seinem Rückblick erinnerte der Oberbürgermeister an die Herausforderungen der letzten Jahre – von Fluchtbewegungen und Corona bis zum Krieg in der Ukraine. Amberg habe diese Zeiten nicht nur bewältigt, sondern „dagegengehalten“: mit Zusammenhalt, Solidarität und dem klaren Willen, wichtige Projekte weiter voranzutreiben.
Cerny nannte beispielhaft Investitionen in Bildung und Betreuung – vom Ausbau der Kita-Plätze über modernisierte Schulen bis zur Digitalisierung der Klassenzimmer und 1:1-Ausstattung mit iPads. Auch beim Klimaschutz seien Schritte gegangen worden, etwa durch den Ausbau regenerativer Energien und die Umstellung der städtischen Flotte. In der Stadtentwicklung verwies er auf zentrale Vorhaben und darauf, dass Bürgerbeteiligung in Amberg stärker verankert wurde – digital, im Jugendforum und sogar mit Bürgerrat.
Ein weiterer Schwerpunkt war die wirtschaftliche Entwicklung: neue Arbeitsplätze, die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit sowie private Investitionen, die Amberg attraktiver gemacht hätten – auch sichtbar in steigenden Übernachtungszahlen. Kultur und Klinikum nannte Cerny als weitere Säulen der Lebensqualität und Daseinsvorsorge.
„Der Wunsch an meine Stadt“ – ein Appell zum Abschluss
Besonders eindringlich wurde Cerny im Schlussteil seiner Rede. Er wolle seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin keinen Ratschlag geben, sagte er – aber einen tiefen Wunsch formulieren: „Lassen wir uns nicht auseinanderdividieren!“ Amberg müsse „die Stadt des Miteinanders“ bleiben. Konstruktiver Streit gehöre zur Demokratie, so Cerny, aber Respekt und Zusammenhalt seien unverzichtbar – ebenso das besondere „Amberg-Gefühl“ als Erfolgsrezept. Mit großem Dank an Ehrenamt, Stadtrat, Stadtverwaltung und alle Engagierten verabschiedete sich der Oberbürgermeister aus seiner letzten Neujahrsansprache.


