Chancen durch neue rechtliche Rahmenbedingungen
Zu Beginn des Gesprächs erläuterte ein Vertreter des Ordnungsamtes die aktualisierten gesetzlichen Spielräume. Die Neuregelungen bieten Kommunen die Möglichkeit, unter bestimmten Umständen zusätzliche verkaufsoffene Sonntage und auch weitere, verlängerte Öffnungszeiten zu gestalten und damit sowohl dem veränderten Einkaufsverhalten als auch der steigenden Bedeutung erlebnisorientierter Innenstädte gerecht zu werden. Alle Beteiligten betonten zugleich, dass es darum gehe, den gesetzlichen Rahmen verantwortungsvoll zu nutzen, ohne Handel, Gastronomie oder Mitarbeitende zu überlasten. Die Diskussion mit dem Vertreter der Wöhrl AG lieferte dabei wichtige Aspekte für die Situation des Einzelhandels und die sich ergebenden Chancen aus den neuen Regelungen.
Positive Erfahrungen laufender Maßnahmen
Die Innenstadtakteure stellten laufende Aktionen vor, die bereits positive Effekte zeigen. Dazu zählen verlängerte Einkaufsabende, kundenorientierte Eventformate sowie Kooperationen zwischen Einzelhandel, Gastronomie und Kultur. Die bisherigen Erfahrungen belegen, dass gemeinschaftliche, gut koordinierte Maßnahmen die Aufenthaltsqualität stärken und zu einer höheren Besucherfrequenz führen. Letztere wurde durch die Wirtschaftsförderung auch anhand konkreter Vergleichszahlen aus der Passantenfrequenz Messung belegt.
Vorschläge für 2026
Vor dem Hintergrund der nachgewiesenen Effekte und der neuen Möglichkeiten verständigten sich die Teilnehmenden darauf, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten bereits 2026 behutsam und zugleich wirkungsvoll nutzen zu wollen. Man wolle dem Amberger Stadtrat daher in Kürze einen Vorschlag unterbreiten, anhand dem die Möglichkeiten ausgehend von der neuen Regelung neu diskutiert und zumindest einmal für das Jahr 2026 festgelegt werden sollten. So könne man den Händlern und Gastronomen frühzeitig Planungssicherheit an die Hand geben. Mit den Erfahrungen könne man dann generell für die Zukunft einen neuen Rahmen definieren. Konkret einig war man sich bereits darüber, dass ein gut organisierter, dritter verkaufsoffener Sonntag beispielsweise vor der Adventszeit für den Handel einen erheblichen Impuls bringen würde. Alle Maßnahmen sollen eng aufeinander abgestimmt und im Dialog mit den betroffenen Akteuren entwickelt werden.
Jährliches Austauschformat etabliert
Um auch künftig auf Entwicklungen im Handel flexibel reagieren zu können, vereinbarten die Teilnehmenden ein jährliches Treffen aller relevanten Akteure. Ziel ist es, frühzeitig Empfehlungen für die Maßnahmen des jeweils kommenden Jahres zu erarbeiten und dabei sowohl wirtschaftliche Bedürfnisse als auch soziale und städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen.
Gemeinsames Ziel: Eine lebendige Amberger Innenstadt
Oberbürgermeister und alle weiteren Vertreter unterstrichen abschließend die Bedeutung eines kooperativen Vorgehens. „Nur durch ein gemeinsames Engagement könne die Innenstadt weiterhin attraktiv, lebendig und zukunftsfähig gestaltet werden“, so Oberbürgermeister Michael Cerny zusammenfassend zu einem sehr konstruktiven Austausch.
Presseinformation der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Amberg mbH
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