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Wohngebäude an der Leopoldstraße sind fertiggestellt – Aufsichtsrat der Stadtbau auf Besichtigungstour – Auch die Baustelle der neuen Bergsteig-Arena Anlaufpunkt

12. Juli 2019

Amberg. Das Bergsteigviertel war Ziel einer Besichtigungstour, zu der sich der Aufsichtsrat der Stadtbau Amberg GmbH im Rahmen seiner letzten Sitzung aufgemacht hatte. Erste Station waren die Gebäude Leopoldstraße 8 und damit die denkmalgeschützten ehemaligen Offizierswohnungen der Leopoldkaserne, die die Stadtbau renoviert und zu insgesamt 27 Wohneinheiten umgebaut hat. Im Anschluss daran ging es weiter zur neuen, noch nicht fertiggestellten Bergsteig-Arena, die als Leimbinderkonstruktion in Leichtbauweise konzipiert ist und damit einen ganz neuen Weg des Bauens repräsentiert.

Im Rahmen ihrer Rundfahrt erfuhren die Teilnehmer, unter ihnen Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Michael Cerny sowie Stadtbau-Geschäftsführer Maximilian Hahn, dass in die fertiggestellten und zum Teil bereits bewohnten Häuser an der Leopoldstraße insgesamt rund 5,7 Millionen Euro investiert worden sind. Auf voraussichtlich 4,6 Millionen Euro belaufen sich die Städtebaufördermittel aus dem Programm soziale Stadt, die zu 90 Prozent vom Freistaat Bayern und zu 10 Prozent von der Stadt Amberg getragen werden.

„Die ersten sieben Jahre besteht eine Belegungsbindung der Wohnungen“, informierte der Leiter der Sanierungsabteilung bei der Stadtbau Johann Voith die Besucher. In diesem Zeitraum dürfen die zwischen 59 und 97 Quadratmeter großen Einheiten zu einem Mietsatz von 4,50 je Quadratmeter ausschließlich an anerkannte Flüchtlinge vergeben werden. Aufgrund der Denkmaleigenschaft der Gebäude hat es diverse Bauauflagen gegeben, die von der Stadtbau erfüllt werden mussten.

So war es nicht erlaubt, die Familienwohnungen mit Balkonen auszustatten. „Dies wäre durch das Landesamt für Denkmalpflege als Teilzerstörung gewertet worden“, berichtete Voith. Damit sich die Familien trotz alledem auch draußen aufhalten können, wurden Freiflächen sowie ein kleiner Spielplatz mit Rutsche, Sandkasten und Sitzbänken angelegt.

Weitere Vorgaben, die man beim Bau zu berücksichtigen hatte, waren unter anderem eine Dacheindeckung mit naturroten Biberschwanzziegeln, der Erhalt der bereits stillgelegten Kamine, zweiflügelige Holzfenster mit Oberlichten und das Rankgerüst an der Fassade. Auch den mit drei Reihen Stacheldraht bewehrten Zaun in Richtung Leopoldkaserne hat die Stadtbau wieder errichtet.

Beim anschließenden Besuch der im Bau befindlichen Bergsteig-Arena erfuhren die Aufsichtsratsmitglieder von Dr. Robert Roithmayr, Diplom-Ingenieur und Architekt aus Lienz, mehr über die aus transluzenter Folie und Leimbindern bestehende Gebäudekonstruktion. Diese kann als Prototyp einer neuen Bauweise gelten, stellt die Verantwortlichen aber gerade darum immer wieder vor neue Herausforderungen. Daraus resultieren auch die Verzögerungen im Bauablauf, die in den Reihen des Aufsichtsrats für etwas Unmut sorgte. Der aktuelle angepasste Zeitplan soll nun demnächst vorgelegt und ein Fertigstellungstermin ins Auge gefasst werden.

(su)