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Gutachterausschuss der Stadt Amberg beschließt Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktbericht – Erhöhungen nicht nur in der Altstadt

27. Mai 2018

Amberg. Der Gutachterausschuss der Stadt Amberg hat unter Vorsitz von Baureferent Markus Kühne die neuen Bodenrichtwerte mit Stand zum 31.12.2018 und den Grundstücksmarktbericht 2017-2018 beschlossen. Oberbürgermeister Michael Cerny begrüßte die Ausschussmitglieder und würdigte deren Arbeit.

Die Ergebnisse des Ausschusses sind ab sofort in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in der Steinhofgasse 4 für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos einsehbar. Einen Monat lang liegen die Unterlagen dort aus.

Zudem können diese auch online unter www.boris-bayern.de kostenpflichtig abgerufen werden. Eine Richtwertauskunft kostet 25 Euro, der neue Grundstücksmarktbericht 30 Euro. Die Kosten für eine Dauerauskunft wurden von bislang 230 Euro auf 250 Euro erhöht.

Die Bodenrichtwerte wurden entsprechend von tatsächlichen Verkäufen ermittelt und zum Teil angepasst. Während die Richtwerte in „1b-Lage“ unterverändert bei 650 Euro pro Quadratmeter bleiben, werden die Werte der „1a“-Geschäftslage von 800 Euro auf 1000 Euro pro Quadratmeter und in „guter“ Geschäftslage von 470 auf 550 Euro pro Quadratmeter erhöht. Der Bodenrichtwert für sonstige Geschäfts- und gute Wohnlagen im Altstadtbereich liegt jetzt bei 200 Euro pro Quadratmeter. Für den Geschosswohnungsbau in der Altstadt werden jetzt 280 Euro statt bislang 240 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.

Auch bei der Einteilung der Geschäftslagen im Amberger „Ei“ gibt es eine Veränderung. So wurden zum Beispiel der Salzstadelplatz und die Lederergasse aufgewertet und liegen jetzt in der „guten Geschäftslage“.

In den besten Wohnlagen am Mariahilfberg hat sich der Richtwert um 20 Euro auf nunmehr 270 Euro pro Quadratmeter erhöht. Eine deutliche Aufwertung um 50 Euro auf insgesamt 200 Euro pro Quadratmeter und eine neue Zonierung hat sich im Bereich der Adelbert-Stifter-Straße über die Roseggerstraße bis hin zur Hörmannstraße ergeben. Ähnlich ist es im Bereich des „Blumenviertels“ (Nelkenweg, Blumenweg…) bis zur Ägidienstraße: hier liegt der Bodenrichtwert bei 180 Euro pro Quadratmeter.

In den Wohnlagen am Eisberg (nördlich der Endemannstraße) und im Bereich der Blößnerstraße stiegen die Richtwerte auf 190 Euro pro Quadratmeter. Weitere Erhöhungen um 10 bis 20 Euro gab es punktuell in weiteren Gebieten. Im Bereich der Graf-Luckner- und Wissmannstraße liegt der Bodenrichtwert jetzt bei 200 Euro pro Quadratmeter.

Für landwirtschaftliche Flächen wurden die Bodenrichtwerte von 4,50 auf 5 Euro pro Quadratmeter angehoben. Aufgrund von mangelnden Vergleichspreisen hat der Gutachterausschuss für forstwirtschaftliche Flächen zum 31.12.2018 einen Richtwert in Höhe von 0,80 Euro pro Quadratmeter ohne die Bestockung ausgewiesen. Der Waldbestand hat einen erheblichen Anteil an der Wertigkeit und ist individuell zu beurteilen.

Im neuen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses ist unter anderem nachzulesen, dass 2017 in Amberg bei 657 notariellen Urkunden ein Rekordumsatz von rund 159 Millionen Euro erzielt wurde. Auch der Anteil der Verkäufe von Eigentumswohnungen mit 383 Urkunden war im 2017 außergewöhnlich hoch. Bei den Auswertungen der Verkäufe von Eigentumswohnungen konnten in den Verkaufszahlen aus 2017 und 2018 deutliche Preissteigerungen festgestellt werden.

Erstmalig veröffentlicht der Gutachterausschuss auch Sachwertfaktoren für Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser. Darüber hinaus werden erstmalig auch Liegenschaftszinssätze für Wohnungseigentum veröffentlicht. Diese ausgewiesenen Sachwertfaktoren und Liegenschaftszinssätze dienen zur Information über die Marktsituation der vergangenen drei Jahre in Amberg. Der Gutachterausschuss weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Anwendung dieser Angaben rein informatorisch und nicht bindend ist.

(sis)