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Stadt Amberg und St. Martin stehen hinter dem Projekt zum Umbau der Bergwirtschaft

„Wir stehen als Stadt Amberg voll und ganz hinter diesem Projekt – gerade, weil der Mariahilfberg für Amberg sehr wichtig ist und damit die aktuell bestehenden und künftigen Probleme gelöst werden können.“ Dieses klare Bekenntnis zu Michael Fellner und seinem Vorhaben, die dringend sanierungsbedürftige Bergwirtschaft zu renovieren und zu erweitern, hat Oberbürgermeister Michael Cerny jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs abgegeben. Gemeinsam mit dem Investor und dessen Architekt Georg Zunner, Baureferent Markus Kühne und dem Stadtpfarrer von St. Martin Thomas Helm nahm er jetzt nochmals zu dem Projekt Stellung und damit auch zu den zahlreichen Falschinformationen und Unwahrheiten, die gerüchteweise im Umlauf sind.

„Nochmals“ auch deshalb, weil die Maßnahme in der Vergangenheit schon mehrfach präsentiert und diskutiert worden ist, wie zum Beispiel als öffentlicher Tagesordnungspunkt in der Stadtratssitzung am 22. Oktober vergangenen Jahres sowie im Bauausschuss am 22. Mai 2019. Dieser hatte dem Vorhaben nach der Vorstellung der Pläne einstimmig zugestimmt und war sich darin einig, dass mit dem Siegerentwurf des von St. Martin unter der Leitung der Gewerbebau Amberg durchgeführten Wettbewerbs eine sehr gelungene Planung für diesen wichtigen und sensiblen Bereich gefunden werden konnte. Bereits zu dieser Zeit wurden die Eckdaten des Projektes vorgestellt, die sich – siehe untenstehenden Originaltext aus der Beschlussvorlage – bis zum heutigen Tag auch in keinem Punkt geändert haben. Auch der Wunsch bezüglich der Größe des Saals sowie nach Übernachtungsmöglichkeiten wurde hier nochmals geäußert. „Das vorgestellte Projekt war in sich von Anfang an schlüssig, angemessen und überzeugend“, so die übereinstimmende Meinung der Anwesenden.

Gemeinsam machten OB Michael Cerny, der Amberger Baureferent und Stadtpfarrer Thomas Helm deutlich, wie erfreut und dankbar man über die Tatsache sei, dass sich mit Michael Fellner ein Amberger dazu bereitfindet, an dieser Stelle hoch über den Dächern Ambergs einen hohen Geldbetrag zu investieren, um eine in den Hang integrierte und somit kaum wahrnehmbare Gesamtanlage zu schaffen. Die Konzeption ermöglicht, dass das alte Mesnerhaus wieder hervorgehoben wird, während es derzeit aufgrund seiner bisherigen An- und Umbauten gestalterisch kaum noch ablesbar ist. Zudem ist in diesem Konzept eine ordentliche Ableitung sämtlicher Entwässerungsanschlüsse enthalten. Die Kanalisation wird vollständig für die neuen Anforderungen, aber auch für die ordnungsgemäße Entwässerung des Bergfestes ausgelegt, da die aktuelle Entwässerung in keiner Weise mehr den Vorgaben der Behörden entspricht. Fest stehe darum: Fellner tue das vor allem auch für die Stadt Amberg und die Amberger Stadtgesellschaft, „aber er muss es nicht machen“. Das wiederum heißt, dass Michael Fellner nicht daran gelegen ist, das Projekt um jeden Preis und gegen den Willen der Bevölkerung umzusetzen. „Es ist mir ein Anliegen, mich für die Stadt Amberg zu engagieren, aber nicht gegen die Ambergerinnen und Amberger“, erklärte er.

Gemeinsam mit der Stadt Amberg will Fellner daher auch einen Weg einschlagen, der der Komplexität des Vorhabens Rechnung trägt und gleichzeitig höchstmögliche Transparenz garantiert, indem eine mehrfache Beteiligung sowohl der Amberger Bürgerinnen und Bürger als auch der Fachstellen stattfindet. „Wir werden dem Stadtrat in seiner Sitzung am 30. September vorschlagen, in ein Bebauungsplanverfahren zu gehen, in dessen Rahmen sämtliche Einwendungen abgearbeitet werden können“, erläutert Markus Kühne. Nach Auskunft des städtischen Baureferenten könnten in diesem Verfahren auch all die Detailfragen geklärt werden, die bislang noch offen sind. „Da das Vorhaben sehr vielschichtig ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht auf sämtliche Fragen eine konkrete Antworten geben“, so Kühne.

Natürlich, so die Verantwortlichen der Stadt Amberg, begrüße man generell das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Stadtpolitik. Auch könne ein Bürgerbegehren möglicher Bestandteil der Bürgerbeteiligung sein. „Wer ein Bürgerbegehren initiiert, übernimmt aber auch eine große Verantwortung, dass er die Bürger korrekt informiert und nicht durch Mutmaßungen oder reine Vermutungen für unnötige Verwirrung und Verunsicherung der Bürger sorgt“, machte Oberbürgermeister Michael Cerny deutlich.

Ein Beispiel dafür sind etwa die „Rodungen“, die von den Projektgegnern immer wieder ins Feld geführt werden. „Auch die Entnahme eines einzigen Baumes samt Wurzel stellt in forstwirtschaftlichem Sinn eine Rodung dar“, erklärt Baujuristin Jasmin Hannich und stellt klar, dass im Rahmen des Umbaus zwar einzelne Bäume betroffen sein werden, keinesfalls jedoch, wie gemutmaßt wird, eine größere Anzahl. Ob es sich dabei möglicherweise um zwei oder auch vier Bäume handeln wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abschließend gesagt werden. Zudem sei vorgesehen, dass die Baukonstruktion so ausgeführt wird, dass sie keine Schutzabstände zur Waldkante benötigt.

Auch zu weiteren Vorwürfen, die auf falschen Voraussetzungen oder Unwahrheiten beruhen, nahmen die Verantwortlichen bei diesem Pressegespräch Stellung und stellten sie richtig. So müsse eigentlich allgemein bekannt sein, dass der Amberger Mariahilfberg in Gänze ein Landschaftsschutzgebiet darstellt und sich auch die Kirche sowie die augenblickliche Bergwirtschaft inmitten dieses Gebiets befindet. Hinzu komme, dass Behauptungen, es werde neue oder geänderte Zufahrten geben, jeder Grundlage entbehrten. „Die Zufahrt bleibt wie sie ist und die bereits jetzt vorhandene Schranke wird künftig – wie es eigentlich schon immer vorgesehen ist – konsequent geschlossen. Nur die Hotelgäste und Menschen mit Behinderung erhalten eine Einfahrtmöglichkeit“, erläuterte Fellner. Das Parken der Hotelgäste hingegen erfolge auf dem großen, vor der Schranke vorhandenen Parkplatz. In Zeiten des Bergfestet verschiebe sich der Parkplatz auf die vor dem Bergfest liegenden Sonderparkflächen. Denn gerade die Ruhe sei als eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Gesamtkonzeptes unabdingbar. Jeder Gast müsse verstehen, dass ein Parkplatzsuchverkehr an einem derartigen Ort vor der Stufenanlage zur Bergkirche und der davorliegenden Loretokapelle nichts verloren hat.

Dadurch, so Oberbürgermeister Michael Cerny, würden sogar weniger Autos als bisher den Weg benutzen und man erhalte eine Parksituation, die der Würde von Ort und Kirche entspricht. Eine zusätzliche Zufahrt vom Mariahilfbergweg aus ist nach Aussage des Oberbürgermeisters überflüssig: „Die gegenteilige Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen.“ Im Übrigen könne bei einer Zimmeranzahl von 20 von „Massentourismus“ keine Rede sein, so Michael Cerny. Auch heute schon sei der Mariahilfberg ein beliebtes Ausflugsziel für Auswärtige und das solle auch in Zukunft so bleiben. Aus diesem Grund wurde auch bei der Planung extra ein Bereich für den Ausblick durch Gäste auf der Besucherterrasse geschaffen, informierte Michael Fellner. Dies sei bisher nicht möglich, da die Terrasse vollumfänglich bestuhlt ist.

In das Reich der Fabel verwiesen die Anwesenden auch die Behauptungen, das Bergfest könne nicht mehr stattfinden und es sei eine verstärkte „Lichtverschmutzung“ zu erwarten. Schließlich werde auch jetzt bereits die Kirchenfassade angestrahlt, um das Bauwerk von weitem sichtbar zu machen. Zudem arbeite die Beleuchtungskonzeption für moderne Gastronomie und Hotelleriebetriebe ausschließlich mit gerichtetem Licht. Dadurch würden nicht wie bisher reflektierende Lichter in die Umwelt abgestrahlt, um eine allgemeine Beleuchtung zu erhalten. Die neuartige Lichtkonzeption verwende vielmehr ausschließlich hochwertige LED-Lichter, die in ihrem Lichtspektrum auch die Farben herausnehmen, die für Insekten so anziehend waren. Ebenso entbehre die Behauptung, der große Parkplatz benötige nun eine dauerhafte Beleuchtung, jeder Grundlage.

Auch der Hinweis auf ein mögliches Abrutschen des Hangs sei und bleibe eine Mär: Nach den Planungen erhalte der Anbau eine Rückwand, die gleichzeitig als Stützmauer für die dahinterliegende Treppenanlage und damit letztlich auch für die Mariahilfbergkirche fungiert. Die Aussage, es hätten bereits Bohrungen für das Vorhaben stattgefunden, ist nach Aussage des Investors ebenfalls nicht richtig. Es handle sich bei derart komplexen geologischen Sachverhalten um ein absolut übliches Vorgehen, damit den örtlichen Gegebenheiten konzeptionell Rechnung getragen werden kann. Diese Voruntersuchungen dienten der Sicherheit aller beteiligten Nachbarn und der sachgerechten Einschätzung der statischen Erfordernisse.

Im Rahmen der Baumaßnahme ist vorgesehen, die ungeordneten Anbauten zu entfernen und das denkmalgeschützte ehemalige Mesnerhaus fach- und sachgerecht zu sanieren. Die Erweiterungen werden in die bestehenden Hangterrassen integriert und sind aus Blickrichtung der Kirche nicht und auch von der Stadt aus kaum sichtbar. Die Toilettenanlagen der Gastronomie, der Pilger und der Kirchenbesucher werden ebenerdig in den Hang und das Gebäude integriert. Sie sind somit für alle barrierefrei zu erreichen. Auch sind die Hotelzimmer nicht nur barrierefrei ausgebildet, sondern es werden zusätzlich größere Zimmer für Menschen mit Behinderung geschaffen, die sich gestalterisch nicht unterscheiden.

Alle Beteiligten waren daher der Überzeugung, dass der Mariahilfberg durch dieses Projekt nur profitieren kann. „Wir wünschen uns sehr, dass diese für Amberg so wichtige Maßnahme umgesetzt werden kann und hoffen, dass Michael Fellner den Falschinformationen und Anfeindungen zum Trotz bei der Stange bleibt“, betonten der Amberger Oberbürgermeister, Stadtpfarrer Thomas Helm und Baureferent Markus Kühne zum Abschluss, nachdem klar geworden war, dass der Investor nicht bereit sein wird, das Vorhaben umzusetzen, wenn weiterhin massiv gegen ihn und seine Pläne Stimmung gemacht wird.

„Doch was wird dann passieren, sollte der Investor aufgeben?“, fragten die Teilnehmer der Gesprächsrunde abschließend, um selbst darauf eine Antwort zu geben. „Es steht fest, dass die Gaststätte am 31. Juli schließt. Und da das Gebäude dringend sanierungsbedürftig ist, wird rundherum ein Bauzaun errichtet“, informierte Stadtpfarrer Thomas Helm. Damit aber stehe den Besucherinnen und Besuchern der Kirche sowie des Mariahilfbergs ab diesem Zeitpunkt weder eine Aussichtsterrasse noch eine Toilette zur Verfügung und es bestehe die Gefahr, stattdessen einen Leerstand an exponierter Stelle zu haben. Denn auch der Zweiplatzierte des von der Gewerbebau durchgeführten Wettbewerbs, aus dem das Konzept von Michael Fellner und Architekt Georg Zunner als Sieger hervorgingen, hat nach Rücksprache bekundet, aufgrund der Vorkommnisse nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

 

Der Originaltext des Sachstandsberichts mit den Eckdaten zur Sanierung und Erweiterung der Bergwirtschaft, die am 22. Mai 2019 vom Bauausschuss beschlossen wurden und bis zum heutigen Tag dieselben geblieben sind, lautet wie folgt:

„Die Bergwirtschaft auf dem Mariahilfberg wird zu einem Hotel mit 20 Zimmern ausgebaut. Diese verteilen sich auf das bereits bestehende Gebäude und einen Neubau. Das Bauwerk aus dem frühen 18. Jahrhundert wird dabei denkmalgerecht saniert und die Anbauten der letzten Jahrzehnte entfernt, so dass das Denkmal wieder in seiner ursprünglichen Form wahrnehmbar ist. Der Neubau wird in den Hang hinein gebaut und tritt von der Mariahilfbergkirche aus gesehen nicht in Erscheinung. Er erstreckt sich über zwei Geschosse, die sich nach Süden hin vollständig öffnen und über durchgehende Sonnenterrassen für die Gaststätte und für die Gästezimmer verfügen. Das Erdgeschoss beherbergt die gesamte Gastronomie inkl. eines Hochzeitssaals, der in seiner Größe variierbar ist und bis zu 160 Personen aufnehmen kann, sowie eine geräumige Toilettenanlage. Diese wird in ihrer Größe und Lage so geplant, dass eintreffende Pilger sie wie bisher mitbenutzen können. Im Untergeschoss sind hauptsächlich die Gästezimmer und ein Sauna/Massagebereich mit einem kleinen Atrium untergebracht. Das Landesamt für Denkmalpflege wurde an den Planungen beteiligt und stimmt der Maßnahme bei Einhaltung bestimmter Auflagen zu.“

 

 

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