Wohin mit dem kaputten Toaster, Rasierer oder Föhn?

Symbolbild © von KI generiert

Es gibt eine bequeme Möglichkeit, ausgediente Elektrogeräte ohne extra Weg und Zeitaufwand dem Recycling zuzuführen und kaum einer nutzt sie. Die Abfallberatung klärt auf und zeigt auf ihrer Webseite im neuen Stadtplan, wo das möglich ist.

Ausgediente Elektrogeräte enthalten viele wertvolle Stoffe, die durch das Recycling wieder in den Nutzungskreislauf zurückgeführt werden und den Einsatz von Rohstoffen bei der Produktion neuer Geräte verringern. Für dieses Ziel werden EU-weit alte Elektrogeräte separat gesammelt und verwertet. In Deutschland können Bürgerinnen und Bürger ausgediente Elektrogeräte kostenfrei an kommunalen Sammelstellen, wie Wertstoffhöfen, abgeben, sowie bei großen Elektrogerätehändlern, in vielen Supermärkten, Lebensmitteldiscountern, Baumärkten und Onlinehändlern. Die Hersteller übernehmen die Entsorgung. Seit dem Jahr 2019 gilt eine Mindestsammelquote von 65 % und Deutschland verfehlt diese leider deutlich.

In der Stadt Amberg liegt die Rücklaufquote von Elektroaltgeräten bei knapp 7 kg pro Einwohner und auch diese Zahl könnte besser sein. Die Stadt Amberg bietet die kostenlose Rücknahme an den beiden Wertstoffhöfen und die Einsammlung mit dem Sperrmüll an. Das Rücknahmesystem funktioniert sehr gut bei den großen Elektrogeräten, aber weniger bei den kleinen. „Wer fährt mit einem kaputten Rasierer, Föhn oder Wasserkocher zum Wertstoffhof?“, fragt sich Abfallberaterin Susanne Uschold. Diese Lücke schließen zwei Angebote, die anscheinend zu wenig bekannt sind und auf die die Abfallberatung aufmerksam machen will. Das eine Angebot gilt den Bürgerinnen und Bürgern, die Sperrmüll entsorgen. Dabei können nicht nur Waschmaschinen, sondern auch kleine Elektrogeräte mit abgeholt werden.

Orte, an denen Elektrokleingeräte bequem und ohne zusätzlichen Aufwand entsorgt werden können, sind neuerdings auch Supermärkte und Lebensmitteldiscounter. Leider wird dies noch viel zu wenig genutzt. Dort müssen kleine Elektrogeräte kostenlos angenommen werden, auch wenn man dabei kein neues kauft und das alte Geräte nicht in diesem Markt gekauft hat. Das Gerät darf allerdings mit keiner Kantenlänge größer als 25 cm sein und pro Geräteart dürfen maximal drei Geräte auf einmal zurückgegeben werden. Der Supermarkt muss auf diese Abgabemöglichkeit von Elektrokleingeräten durch ein gut sichtbares Schild mit dem Rücknahmelogo (siehe Foto), das im Kundenstrom platziert ist, aufmerksam machen. Die Ausnahme sind kleine Märkte unter 800 Quadratmeter, dort muss keine Rücknahme von Elektrokleingeräten erfolgen.

Um den Amberger Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick zu verschaffen, hat die Abfallberatung die in Frage kommenden Geschäfte in den überarbeiteten Containerstandort-Stadtplan aufgenommen, der auf der Internetseite www.amberg.de/abfallberatung > Stadtplan mit Entsorgungsangeboten zu finden ist. Wenn also der nächste Einkauf ansteht, dann neben Geldbörse, Schlüssel und Pfandflaschen auch das defekte Elektrogerät in den Einkaufskorb legen und im Markt abgeben. So einfach geht Umweltschutz.

(grt)