Weihnachtsmarkt-Tasse zeigt Kirche Maria Schnee

Das Bild der Filialkirche Maria Schnee begeistert Oberbürgermeister Michael Cerny (Mitte) und die PWG-Vorstandschaft Peter Harant (2.v.l), Jürgen Bauer (links), Andreas Raab und Emilie Leithäuser (von rechts). (Foto: Sibylle Sandner, Stadt Amberg)

Die Filialkirche Maria Schnee ziert die diesjährige Weihnachtsmarkt-Tasse. (Foto: Sibylle Sandner)

Pünktlich zur Eröffnung des 38. Amberger Weihnachtsmarkts hat die Park- und Werbegemeinschaft Amberg die diesjährige Weihnachtsmarkttasse präsentiert – und sie auch Oberbürgermeister Michael Cerny offiziell vorgestellt. Die dunkelblaue Glühweintasse, die traditionell jedes Jahr ein neues Motiv erhält, zeigt in diesem Jahr die kleine Kirche Maria Schnee im Stadtteil Atzlricht. Auch die beliebten Holzsterne greifen dieses Motiv auf.

„Ein Motiv aus den Stadtteilen Ambergs zu finden, war uns ein Anliegen. Schließlich gehören die Viertel rund um das Ei auch zur Stadt“, betont PWG-Vorsitzender Peter Harant. Die winterliche Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Georg passe zudem hervorragend zur weihnachtlichen Atmosphäre.

Der Weihnachtsmarkt findet wie gewohnt auf dem Marktplatz statt – in diesem Jahr jedoch vor einer besonderen Kulisse. Zum ersten Mal seit längerer Zeit zeigt sich die Basilika St. Martin wieder ohne Gerüst und bietet damit ein stimmungsvolles Fotomotiv, das viele Besucherinnen und Besucher zuletzt vermisst hatten. Zahlreiche Aussteller und Beschicker sorgen erneut für ein vielfältiges Angebot, das Familien ebenso begeistert wie Arbeitskollegen oder Freunde bei einem gemeinsamen Feierabendbesuch.

Trotz anhaltender finanzieller Belastungen bleiben die Preise stabil: „Die Tasse Glühwein kostet auch 2025 vier Euro, das Pfand weiterhin zwei Euro“, erklärt Andreas Raab. Dies sei ein bewusstes Signal an die Besucherinnen und Besucher sowie an die Stadt Amberg. 

Die Kosten jedoch steigen – vor allem durch die Rückzahlung von Corona-Hilfen aus den Jahren 2020 und 2021. „2020 standen die Buden schon, als von Ministerpräsident Söder ganz kurzfristig die Absage kam. Wir mussten Auf- und Abbau zahlen, die Einlagerung, und die Beschicker hatten ihre Waren bereits geordert“, schildert Raab. „Weil die PWG als Verein keine festangestellten Mitarbeiter beschäftigt, müssen die Hilfen nun zurückgezahlt werden – eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich“, wie Emilie Leithäuser ergänzt. Um Unterstützung zu erhalten, hat die PWG Kontakt mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium aufgenommen – jedoch ohne positive Rückmeldung.

Dennoch überwiegt die Vorfreude: Die Besucherinnen und Besucher können sich wieder auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. Die Rathausbläser spielen jeden Samstag um 17.30 Uhr vom Balkon des Rathauses. Neben der Kutsche gibt es auch wieder das große Weihnachtssingen am letzten Samstag vor Heiligabend – ebenfalls um 17.30 Uhr –, bei dem alle Interessierten herzlich zum Mitsingen eingeladen sind. Für die Sicherheit sorgt ein umfassendes Konzept rund um die Buden und Wege des Marktes.

Für die kommenden Jahre denken die Veranstalter bereits über Neuerungen nach. Diskutiert wird unter anderem eine Erweiterung der Öffnungstage – sei es durch einen früheren Start oder durch eine Verlängerung über die Feiertage hinaus.

Mit der neuen Tasse, der besonderen historischen Kulisse und zahlreichen Programmpunkten lädt der Amberger Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr zu einem stimmungsvollen Adventserlebnis mitten in der Altstadt ein.