Oberbürgermeister Michael Fritz gefällt der neue, kundenfreundliche Service: „Mit der Abholstation schaffen wir ein modernes Angebot, das sich am Alltag der Bürgerinnen und Bürger orientiert. Das ist ein echter Gewinn an Servicequalität für Amberg.“
Die Idee zu diesem Schließfachsystem geht auf eine Anregung aus der Bürgerbeteiligung im Rahmen der sogenannten „Innenstadt-Million“ sowie auf den Smart-City-Prozess zurück. Der Stadtrat hatte die Finanzierung später unabhängig von der „Innenstadt-Million“ im Zusammenhang mit dem neuen Bürgerbüro sichergestellt. Oberbürgermeister Michael Fritz durfte die Abholbox offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Gemeinsam mit Referatsleiter Dr. Bernhard Mitko zeigte er sich erfreut darüber, dass damit ein Vorschlag aus der Bürgerschaft tatsächlich umgesetzt werden konnte.
Künftig werden Bürgerinnen und Bürger bei der Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen gefragt, ob sie ihr Dokument über die Abholbox oder weiterhin persönlich während der Öffnungszeiten im Bürgerbüro abholen möchten. Die Nutzung der zusätzlichen Abholmöglichkeit ist freiwillig. Amtsleiter Martin Schafbauer betont: „Es handelt sich ausdrücklich nur um ein Angebot. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Wahl, ob sie ihr Reisedokument an der Abholbox abholen wollen. Sie dürfen aber gerne auch weiterhin persönlich zu uns ins Bürgerbüro kommen.“
Die neue Abholbox erfüllt alle geltenden Sicherheitsvorschriften. Sie ist alarmgesichert und gibt neue Dokumente erst dann aus, wenn das alte Dokument eingezogen, geprüft und entwertet werden konnte. Zudem ist sie mit der Fachsoftware des Bürgerbüros verknüpft. Dadurch kann sie von den Mitarbeitenden effektiv befüllt werden; alle Verfahrensschritte werden im Hintergrund protokolliert. Auch die Barrierearmut wurde berücksichtigt: Beim Befüllen mit Dokumenten belegt die Abholbox automatisch Fächer auf einer passenden Höhe, sodass die Dokumente bequem entnommen werden können.
Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 55.000 Euro. Für die Kundinnen und Kunden ist der Service kostenlos. Im Sommer 2026 soll das Angebot auch auf die Ausländerbehörde ausgeweitet werden. Ermöglicht wurde die Aufstellung durch die enge Zusammenarbeit von Baureferat, IT und Bürgerbüro.
Der Ablauf ist einfach: Bereits bei der Beantragung geben die Bürgerinnen und Bürger an, ob sie die 24/7-Abholung nutzen möchten, und hinterlegen dafür ihre Mobilfunknummer beim Bürgerbüro. Sobald das Reisedokument von der Bundesdruckerei geliefert wurde, wird die Abholbox durch die Mitarbeitenden des Bürgerbüros bestückt. Anschließend erhalten die Kundinnen und Kunden eine SMS mit einem Code sowie der Information, dass ihr Dokument zur Abholung bereitliegt.
Der Zugang zum 24-Stunden-Bereich erfolgt mit einem geeigneten Ausweismittel, etwa Personalausweis, Führerschein, Bankkarte oder Krankenkassenkarte. An der Abholbox melden sich die Kundinnen und Kunden mit ihrer Mobilfunknummer und dem zugesandten Code an. Nach der Identifizierung, zum Beispiel durch Abgabe des alten Personalausweises, kann das neue Dokument entnommen werden.
(grt)
