Haushalt 2026 offiziell genehmigt

Die Regierung der Oberpfalz hat die Haushaltssatzung der Stadt Amberg für das Jahr 2026 rechtsaufsichtlich genehmigt. Trotz einer angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage und steigender Belastungen für die Kommunen bleibt die Stadt Amberg investitionsfähig. Besonders im Fokus stehen dabei die Zukunftsfähigkeit des Klinikums St. Marien Amberg sowie der Ausbau der sozialen und gewerblichen Infrastruktur.

Die Stadt Amberg hat in diesem Zug nun die offizielle Genehmigung für ihren Haushalt 2026 erhalten. Mit einem Gesamtvolumen von rund 183 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und geplanten Investitionen von über 42 Millionen Euro setzt die Stadt ihren Kurs der aktiven Stadtentwicklung fort. 

Die Regierung der Oberpfalz bescheinigt der Stadt Amberg dabei eine weiterhin gesicherte dauernde Leistungsfähigkeit. Sie mahnt jedoch zugleich angesichts steigender Schuldenstände zu weiter anhaltender Haushaltsdisziplin.

Trotz eines Rückgangs des Investitionsvolumens im Vergleich zum Vorjahr bleibt das Pensum beachtlich: Zu den Schwerpunkten zählen Darlehen und Zuschüsse für das Klinikum St. Marien (ca. 10 Mio. Euro), die Erschließung von Gewerbegebieten sowie der Ausbau der KiTa Ammersricht und der Max-Josef-Grundschule.

Oberbürgermeister Michael Cerny sieht in der Genehmigung eine Bestätigung des bisherigen Kurses solider Finanzen, warnt aber gleichzeitig vor den strukturellen Problemen der Kommunalfinanzen: „Die Genehmigung der Regierung ist ein klares Spiegelbild unserer Arbeit: Sie honoriert die solide und verantwortungsbewusste Haushaltspolitik der vergangenen Jahre, durch die wir uns wichtige Puffer erarbeitet haben. Gleichzeitig offenbart sie aber schonungslos die aktuelle Finanznot der deutschen und jetzt auch bayerischen Städte.“

Die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 zeigt, dass der Schuldenstand der Stadt aufgrund der massiven Investitionen in die Infrastruktur weiter ansteigen wird. Die Regierung der Oberpfalz rät daher dringend dazu, jede Investition weiterhin kritisch auf ihre Notwendigkeit zu prüfen.

Dennoch setzt Amberg bewusst Akzente: Die Hebesätze für die Gewerbesteuer bleiben stabil, und auch im Bereich der freiwilligen Leistungen – von der Sportförderung bis hin zur Vereinspauschale – hält die Stadt an ihrer Unterstützung für das gesellschaftliche Leben fest, um die Lebensqualität in der Vilsstadt trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu sichern. 

Zahlen & Fakten zum Haushalt 2026:

  • Verwaltungshaushalt: 183,3 Mio. €
  • Investitionsvolumen (Vermögenshaushalt): 42,2 Mio. €
  • Genehmigte Kreditaufnahme: 12,8 Mio. €
  • Wichtigste Projekte: Klinikum St. Marien, KiTa-Neubau Ammersricht, Erschließung Gewerbegebiete Nord/West

(sh)