Demokratie vor Ort
Wie Stadtverwaltung, Stadtrat und Oberbürgermeister in Amberg zusammenarbeiten - und welche Beteiligungsmöglichkeiten es gibt
Stadtverwaltung, Referate, Kommunalwahl, Sitzungen und Satzungen – viele Begriffe, die zunächst eher trockene Assoziationen hervorrufen: Bürokratie, Paragraphendschungel, Verwaltungsdeutsch. Doch hinter diesen Worten verbirgt sich gelebte Demokratie: ein großer, gut organisierter Betrieb mit vielfältigen Fachbereichen – und zahlreiche Möglichkeiten, das Stadtleben aktiv mitzugestalten.
„Der Oberbürgermeister macht doch auch nur den Bieranstich auf der Dult.“
Nein. Der Oberbürgermeister ist das Stadtoberhaupt und nimmt eine zentrale Doppelrolle ein. Zum einen ist er Vorsitzender des Stadtrats, leitet die Sitzungen und wirkt an politischen Entscheidungen mit. Zum anderen ist er Leiter der Stadtverwaltung und damit verantwortlich für deren Organisation und Steuerung. Er koordiniert die Arbeit der Referate, behält den Überblick über komplexe Sachverhalte und vertritt die Stadt nach außen – bei offiziellen Terminen ebenso wie bei festlichen Anlässen. Dazu gehört dann auch der Bieranstich.
Einordnung: Der Oberbürgermeister verbindet Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
„Der Stadtrat trifft sich einmal im Monat zum Ratschen.“
Nein. Der Stadtrat ist die demokratisch gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger
Ambergs. Seine 40 Mitglieder wurden bei der Kommunalwahl gewählt und treffen stellvertretend grundlegende Entscheidungen für die Stadt. In den Sitzungen werden Anträge beraten, die aus der Bürgerschaft, der Verwaltung oder aus den politischen Fraktionen stammen können. Die Stadträtinnen und Stadträte informieren sich, diskutieren unterschiedliche Standpunkte und entscheiden anschließend gemeinsam über das weitere Vorgehen.
Einordnung: Der Stadtrat entscheidet, was in Amberg politisch umgesetzt werden soll.
„Die Stadtverwaltung macht doch, was sie will.“
Nein. Die rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Amberger Stadtverwaltung sind das ausführende Organ der Stadt. Sie setzen Gesetze und die Beschlüsse des Stadtrats fachlich korrekt und praxisnah um. Ob Bauanträge, Schulen, Grünanlagen oder Bürgerservice – die Verwaltung sorgt dafür, dass politische Entscheidungen konkret werden und im Alltag ankommen.
Einordnung: Die Verwaltung setzt um, was zuvor politisch beschlossen wurde.
„Wir haben ja da oben nichts zu sagen.“
Doch. Kommunale Demokratie lebt von Beteiligung. Auch in Amberg gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen, Ideen zu äußern und Entscheidungen mitzugestalten. Dazu zählen unter anderem:
- Kommunalwahlen
- Mitmachen.Amberg.de
- Bürgerversammlung
- Mängelmelder
- „Sei AM Drücker!“
- Bürgerbegehren
- Bürgerentscheid
Weitere Informationen dazu unter: amberg.de/buergerbeteiligung
Einordnung: Bürgerinnen und Bürger sind der zentrale Bestandteil des demokratischen Kreislaufs.
Impulsgeber für ein modernes Amberg
Michael Fritz (44) steht für einen politischen Neuanfang im Amberger Rathaus. Als neuer Oberbürgermeister möchte er die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln und frische Impulse setzen. Der gebürtige Amberger bringt berufliche Erfahrung aus dem öffentlichen Dienst mit. Im ersten Schritt möchte er die konkreten Anliegen der Menschen vor Ort kennenlernen. In seiner Arbeit setzt er auf pragmatische Lösungen, Transparenz und eine parteiübergreifende Politik, die verbindet. Sein Ziel ist eine moderne Stadt, die Tradition und Fortschritt vereint, die lebenswert und zukunftsfähig bleibt und offen für neue Ideen ist.
„Amberg hat enormes Potenzial – entscheidend ist, dass wir es gemeinsam nutzen und unsere Stadt aktiv gestalten.“ - Michael Fritz, Oberbürgermeister der Stadt Amberg
Fotos: Michael Golinski, Marcus Rebmann (Bild der Stadtverwaltung)