Kommunales Denkmalkonzept

Zur Steuerung und Vereinfachung der weiteren Planungsvorgänge und der Verwertung sind derzeit eine detaillierte denkmalpflegerische Bewertung der Bausubstanz als auch eine fachliche Analyse der funktionalen Zusammenhänge der ehemaligen Kaserne in Bearbeitung. Damit wird sowohl die Sicherung einer denkmalverträglichen Konversion als auch der Gestaltungsrahmen für bauliche Nachverdichtungen erarbeitet. Durch die Analyse grundsätzlicher Nutzungs- und Nachverdichtungsmöglichkeiten wird Planungssicherheit für zukünftige Investitionen und konkrete Entwicklungen geschaffen.

Darstellung der Maßnahmen für Erhaltung, Pflege und angemessene Nutzung des vorhandenen Denkmalbestandes im Rahmen der städtebaulichen Gesamtentwicklung. Nach der Erfassung durch Bauforschung und statische Voruntersuchung werden Möglichkeiten für Folgenutzungen definiert. 

Entwicklung eines Konzepts zur geplanten Nachverdichtung im Bereich des Kasernengeländes, das sowohl denkmalpflegerische Belange als auch städtebauliche Anforderungen berücksichtigt. Die Ergebnisse sind Grundlage für den noch aufzustellenden Bebauungsplan sowie die durchzuführenden Bauantragsverfahren. 

„Nicht ohne Grund wurde die Leopoldkaserne bereits vor knapp 100 Jahren als schönste Kaserne Bayerns ernannt. Doch warum überhaupt?

Bevor die Zielsetzung eines attraktiven, lebendigen und lebenswerten neuen Stadtteils realisiert werden kann, werden vorab die denkmalpflegerischen Belange der Leopoldkaserne erarbeitet. Denn der Mehrwert der Quartiersentwicklung entsteht erst durch die Symbiose von zeitgenössischem Bauen mit den denkmalgeschützten, historischen Gebäuden.

Selbstverständlich handelt es sich bei der ehemaligen Artilleriekaserne um einen Funktionsbau – jedoch mit Liebe zum Detail. Die moderne Konstruktion aus Eisenbeton und Ziegeln weist ein einheitliches Gestaltungskonzept über alle Gebäude und Bereiche des Areals auf. 

So sind beispielsweise eine Vielzahl der Oberflächen der Sichtbetonbauteile mit einem Randschlag versehen. Ursprünglich ist diese Technik aus der Natursteinbearbeitung bekannt, wobei Steinmetze die Steine mit einem Scharriereisen bearbeiten um eine ebene Fläche herzustellen. In der Leopoldkaserne wurde diese Technik auf den modernen Betonbau übertragen. Hierbei musste präzise und schnell gearbeitet werden, denn die Imitation eines mit dem Scharriereisen bearbeiteten Randschlags musste vor aushärten des Betons vollendet werden. 

Überzeugen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch in der Leopoldkaserne selbst von der gestalterischen Qualität der Details. Die gezeigten Fotografien veranschaulichen exemplarisch Ausführungen an Sichtbetonlaibungen, Sohlbänken, Treppenaufgängen und Traufgesimsen.“

1. Denkmalschutzbrief Bilder