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Realisierungswettbewerb Sanierung und Erweiterung des Stadttheaters – Entwürfe sind bis 17. Dezember im großen Rathaussaal zu besichtigen

7. Dezember 2018

Amberg. Ideen für die Sanierung und Erweiterung des Stadttheaters zu entwickeln, um das Haus an die aktuellen funktionalen und technischen Standards anzupassen und seine Attraktivität als Veranstaltungsort für alle Generationen zu steigern, um so die Aufwertung der Altstadt voranzutreiben und zur Belebung der Innenstadt beizutragen – dieser Aufgabe hatten sich die teilnehmenden Architekturbüros des Realisierungswettbewerbs zu stellen, die die Stadt Amberg ausgelobt hatte. Insgesamt 14 Arbeiten wurden komplett mit Planunterlagen und Modell eingereicht, am Montag, 3. Dezember, entschied ein Preisgericht über die Entwürfe und die Vergabe der ersten fünf Plätze.

Am Donnerstagabend fand die Prämierung statt und gleichzeitig wurde im großen Saal des Rathauses eine Ausstellung mit den gesamten eingereichten Planunterlagen eröffnet. Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Vorschläge interessieren, haben bis Montag, 17. Dezember, Gelegenheit dazu, die Entwürfe zu besichtigen. Der Rathaussaal ist dazu von Montag bis Freitag jeweils von 12 bis 18 Uhr und am Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Schon seit vielen Jahren wisse man, dass der Umbau dringend notwendig sei, um vor allem auch den Aspekt der Barrierefreiheit zu berücksichtigen und damit ein „Kulturerlebnis für alle“ sicherzustellen, erläuterte Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Vernissage und machte deutlich, dass auch darüber hinaus viele verschiedene Anforderungen zu erfüllen waren, so dass sich der Stadtrat für die Durchführung dieses Wettbewerbs ausgesprochen habe. Prof. Michael Gaenßler, Architekt und Vorsitzender des aus sechs Fachpreisrichtern und fünf Sachpreisrichtern zusammengesetzten Preisgerichts, ergänzte, dass die Aufgabenstellung vor allem auch durch die Vorgabe gekennzeichnet sei, die historischen Details des mehrfach umgebauten denkmalgeschützten Gebäudes wieder zum Leben zu erwecken.

Den ersten Preis bei diesem Wettbewerb konnte der Architekt Detlef Junkers von der PfP Planungs GmbH in Hamburg entgegennehmen, die sich bereits als passionierte Theaterplaner einen Namen gemacht haben. „Die Arbeit stellt eine in sich schlüssige Lösung dar. Sie kommt ohne Anbauten aus und nutzt die vorhandene Kubatur geschickt für eine sinnvolle Neuordnung“, urteilte das Preisgericht und zeigte sich auch besonders von dem „fulminanten Entree mit einer elegant-repräsentativen Treppenanlage“ begeistert. Das Büro Springer Architekten aus Berlin konnte durch den „zurückhaltenden Kontext“ ihrer Arbeit überzeugen, die nichts hinzufüge, sondern sogar den nichthistorischen Teil wieder entferne und bekam daher den 2. Preis bei diesem Wettbewerb zuerkannt.

Für Platz drei und damit das Büro karlundp des Münchner Architekten Ludwig Karl sprach man sich aufgrund der sparsamen Eingriffe in den Bestand und des Erhalts des äußeren Erscheinungsbildes des Hauses aus. Auf den vierten und fünften Platz setzte das Preisgericht das Berliner Büro ARQ Architekten Rintz und Quack sowie HPP-Architekten aus München. Die weiteren teilnehmenden Architekturbüros, darunter auch eine Firma aus Barcelona, waren in den zwei Rundgängen ausgeschieden.

Das weitere Prozedere sieht nun vor, mit den Preisträgern Vergabeverhandlungen zu führen und anschließend das Projekt im Amberger Stadtrat zu diskutieren. Der Stadtrat entscheidet schließlich auch über die weitere Vorgehensweise mit der Zielrichtung, im Rahmen des Umbaus das bestmögliche Ergebnis – für das Gebäude ebenso wie für die Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger – zu erzielen.

(su)