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Suche nach barrierefreien Veranstaltungsorten – Bewertung im interaktiven Stadtplan „WheelMap“ – 3. Gruppensprechertreffen beleuchtet Arbeit

22. November 2018

Amberg. Die Unterstützung von Gruppen bei der Neugründung und bei der Organisation von bestehenden Gruppen, gehört zu den Kernaufgaben der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen beim städtischen Amt für soziale Angelegenheiten. Es stellt sich immer wieder die Frage, wo sich Gruppen, vor allem mit Mitgliedern, welche auf Barrierefreiheit angewiesen sind, zu guten Bedingungen treffen können. Wo gibt es geeignete Lokalitäten, wo freie Gruppenräume die zugänglich sind und auch eine barrierefreie Toilette haben?

Die Kontaktstellen-Leiterin Kerstin Bauer musste zu Beginn ihrer Tätigkeit feststellen, dass Örtlichkeiten gar nicht so einfach zu finden sind. „Letztlich war ich hier als Neuling auf Erfahrungen anderer Gruppen angewiesen, um Neue auf geeignete Räumlichkeiten aufmerksam machen zu können“, so Kerstin Bauer. Da es auch Aufgabe von Selbsthilfegruppen ist für eine Sache einzutreten und nach Lösungs- und Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Ein solcher Bedarf entwickelte sich bei der Thematik der Barrierefreiheit. Die Kontaktstelle unterstützt dabei die Gruppen in ihrem Anliegen, indem sie zu einer Arbeitsgruppe mit Manfred Kick (Sprecher der Gruppe für Menschen mit Bein- und Armamputation – Roadrunner) und Ellen Galle (MS-Gruppen) einlud. Dabei wurde deutlich, dass es viele geeignete Möglichkeiten schon gäbe. Nur seien diese oft nicht bekannt.

Die Arbeitsgruppe stieß bei der Suche nach einer Lösung auf den interaktiven Stadtplan „WheelMap“, bei dem unter anderem Gebäude unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit bewertet werden können. Bereits 2017 hat das Amberger Wundernetz in einer Aktion der Karte für den Amberger Innenstadtbereich Leben eingehaucht. Die Arbeitsgruppe der Kontaktstelle hat ihre regionalen Erfahrungen, vor allem in Bezug auf Gasstätten nun ebenfalls eingepflegt, so dass ein guter Gesamteinblick für alle Betroffenen möglich ist. Auch Bürgerinnen und Bürger können dazu beitragen die örtlichen Gegebenheiten abzubilden. Wenn gute Erfahrungen in einem öffentlichen Gebäude oder einem Lokal gemacht wurden? Oder um mitzuteilen, dass die behindertengerechte Toilette vielleicht doch nicht so gut zu nutzen war? Auf wheelmap.org oder auf der zugehörigen App können Erfahrungen eingetragen oder sich nach barrierefreien Plätzen erkundigt werden.

Eine weitere Aktivität der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen war die Durchführung des 3. Gruppensprechertreffen unter dem Motto: „Gutes für die Gruppe – Gutes mich“. Im ersten Teil des Abends wurden die Gruppenstrukturen genauer betrachtet. Dabei halfen exemplarische Karten aus dem Set „Wie steht´s, wohin geht’s`“, welches in diesem Jahr von der Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo) herausgegeben wurden. Damit konnten verschiedene Aspekte der Selbsthilfegruppenarbeit näher beleuchten werden und die Gruppen bekamen Klarheit bei den „Wo stehe ich mit meiner Gruppe, welche Bereiche möchte ich gerne kritisch betrachten, verändern oder genauso beibehalten?“. Im Anschluss wurden  die Gruppensprecher in den Mittelpunkt gestellt. Während eines Vortrages der Präventologin und Entspannungspädagogin Doris Völkl lernten die Teilnehmer unterschiedliche, ganzheitliche Ansätze der Stressbewältigung und praktische Übungen kennen, um in all dem Trubel auch wieder zur Ruhe zu kommen.

(grt)