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Neue Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen bei der Stadt Amberg – Kerstin Bauer hat die Arbeit aufgenommen – Großes Gruppentreffen am 22. November im ACC

17. November 2017

Amberg. Das Amberger Angebot zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen auszuweiten, Betroffene zur Selbsthilfe zu motivieren, die Selbsthilfestruktur in Amberg zwischen den einzelnen Einrichtungen zu verbessern und auf diese Weise eine wichtige Lücke im Bereich der Oberpfalz zu schließen – das ist das Ziel der neuen Selbsthilfekontaktstelle, die bei der Stadt Amberg eingerichtet worden ist. Besetzt mit Diplom-Sozialpädagogin (FH) Kerstin Bauer und Assistentin Verena Preisinger hat die Stelle bereits im Sommer ihre Arbeit aufgenommen.

Jetzt geht es vornehmlich darum, die neue Einrichtung, die von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie am Dienstagnachmittag bis 16 Uhr besetzt ist, bekannt zu machen. Dazu werden zunächst einmal die bereits vorhandenen Selbsthilfegruppen sowie Interessierte angesprochen und auf die neue Kontaktstelle aufmerksam gemacht, die zwar nur für das Stadtgebiet von Amberg verantwortlich zeichnet, deren Arbeit aber nach eigenem Bekunden „nicht an der Stadtgrenze endet“.

Oberbürgermeister Michael Cerny, der die beiden Mitarbeiterinnen zusammen mit dem Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten Martin Reinhardt willkommen hieß, nannte den Auftrag der neuen Stelle eine „spannende Aufgabe“. Diese umfasst unter anderem die Information und Beratung interessierter Menschen, die Vermittlung Betroffener an bereits vorhandene, auch überregionale Gruppen sowie die Beratung und Unterstützung bei Neugründungen oder wichtigen Fragestellungen.

Derzeit gibt es rund 30 Gruppen, die sich in Amberg zu regelmäßigen Treffen zusammenfinden. Rechnet man den Landkreis hinzu, kommt man sogar auf insgesamt etwa 50 dieser Gemeinschaften, die sich mit verschiedensten Themen von A wie ADHS bis Z wie Zahn-Material-Schädigungen auseinandersetzen. Hinzu kommen außerdem rund 15 fachlich angeleitete Gruppen sowie Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus und die Caritas, die ihrerseits wiederum die Selbsthilfe unterstützen.

Auch beim Thema „Betroffene suchen Betroffene“ sind Kerstin Bauer und Verena Preisinger die richtigen Ansprechpartnerinnen. Die Gruppenleiter sind am Mittwoch, 22. November, um 19 Uhr im Amberger Congress Centrum zu einem Gesamttreffen eingeladen. Vertreter aus dem Gesundheitsbereich treffen sich bereits eine Stunde früher, um sich über die Antragstellung und den Verwendungsnachweis zur Förderung nach Paragraf 20h SGB V für Selbsthilfegruppen kundig zu machen.

„Selbsthilfe ist bunt und vielfältig. Die Kontakte schaffen neue soziale Bezüge, können den Rückzug durchbrechen und sie geben Orientierung und neuen Halt“, fasst Kontaktstellenleiterin Kerstin Bauer die Intention der Gruppen und ihrer Einrichtung zusammen. Wer sich bei entsprechenden Problemen einer Selbsthilfegruppe anschließt, erhalte die Chance auf eine Verbesserung des eigenen Selbstbewusstseins und Impulse für mehr Eigeninitiative, was letztlich die Autonomie und Unabhängigkeit erweitert.

Vor diesem Hintergrund freut sich Kerstin Bauer auf die Zusammenarbeit mit möglichst zahlreichen Gruppen und Betroffenen, denen sie wertvolle Tipps und Hilfen an die Hand geben kann. „Dabei interessieren wir uns für die persönlichen Erfahrungen und den Alltag der Menschen genauso wie für Fragen zur Situationsbewältigung und den Kontaktaufbau“, betont die Sozialpädagogin. Sie ist ab sofort zu den genannten Öffnungszeiten im städtischen Ämtergebäude am Spitalgraben 3 sowie unter Telefon 09621/101399, Fax 09621/37600399 oder E-Mail kerstin.bauer@amberg.de erreichbar.

 (su)