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Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestalten – Mitarbeiter-Infoveranstaltung für fünf Unternehmen zum Thema Demenz – „Honig im Kopf“ und Podiumsdiskussion im Ringtheater

16. November 2017

Amberg. Stadt Amberg, Klinikum St. Marien Amberg Agentur für Arbeit, Jobcenter Amberg-Sulzbach und Sparkasse Amberg-Sulzbach, fünf Unternehmen – ein gemeinsames Ziel: Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestalten. Erstmalig fand daher am Montagnachmittag eine gemeinsame Veranstaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ring-Theater statt. Thema war Demenz und der Umgang mit dieser Erkrankung.

Nach dem Kinofilm „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle, der sich auf amüsante und teils sehr bewegende Weise mit dem ernsten Thema Demenz befasst, erhielten die rund 100 Besucherinnen und Besucher Infos aus erster Hand bei einer Podiumsdiskussion, kompetent geleitet von Bürgermeister Martin J. Preuß, im Hauptberuf selbst Chef eines Seniorenheims. Dabei berichteten Oberbürgermeister Michael Cerny, der Vorstand des Klinikums, Manfred Wendl, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Dieter Meier und der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Markus Nitsch, von ihren eigenen Erfahrungen mit Demenz in der Familie. Als Arbeitgebervertreter war ihnen die Unterstützung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Betreuung von Angehörigen wichtig.

Norbert Schmid von der städtischer Betreuungsstelle wies darauf hin, wie wichtig die rechtzeitige Erstellung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sei, da nicht automatisch Ehepartner oder Kinder Entscheidungen für erkrankte Angehörige treffen könnten, sondern hier zunächst das Familiengericht eingeschaltet werden müsse, wenn nichts geregelt sei. Dieses würde dann eine Person bestimmen, die entsprechend handeln könne.

Erstaunen löste die Anmerkung von Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz aus, dass Demenz bereits in jungen Jahren auftreten könne. Wie Birgit Hübner von der Fachstelle für pflegende Angehörige stellte er fest, dass die Angehörigen und das Umfeld oft mehr unter der Demenzerkrankung und ihren Folgen leiden, als der Betroffene selbst. Wichtig sei es, so die Experten, sich rechtzeitig Rat und Hilfe zu holen und Erkrankten mit Zuneigung und Wertschätzung zu begegnen. Hübner ging auch kurz auf die unterschiedlichen Demenzarten ein. Zu unterscheiden sei die primäre Demenz wie eine Alzheimer-Erkrankung von der sekundären Demenz, die nach einem Schlaganfall auftreten könne.

Die Veranstaltung, die für das Thema Demenz sensibilisieren und Tipps und Infos geben sollte, zeigte, dass es sich keineswegs um ein Randthema handelt. Auch wenn man selbst (noch) nicht betroffen ist, sollte man sich damit auseinander setzen, da sich dies schnell ändern könne.

(grt)