amberg.de
     LEBEN IN AMBERG
     TOURISMUS
     KULTUR
     RATHAUS
     WIRTSCHAFT
amberg.de

SUCHE

KONTAKT

LINKS
Haushalt der Stadt Amberg zukunftsorientiert und solide finanziert – Oberbürgermeister Michael Cerny und Finanzreferent Franz Mertel legen den Verwaltungsentwurf vor

„Er bewahrt Bestehendes, ist zukunftsorientiert, generationengerecht und solide finanziert und er verfügt über eine hohe Investitionsquote“. Mit diesen Worten beschreiben Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny, Finanzreferent Franz Mertel und der Leiter des Haushalts- und Steueramtes Josef Weigert den Verwaltungsentwurf des städtischen Haushalts für das Jahr 2018. Gemeinsam präsentierten sie die Zusammenstellung am Freitag der Öffentlichkeit und nutzten die Gelegenheit, auf die zentralen Eckpunkte des insgesamt 161,9 Millionen Euro schweren Mammutwerks einzugehen, das damit knapp 9,2 Millionen Euro oder 6 Prozent über dem Volumen des Haushalts von 2017 liegt.

Von diesem Gesamtbetrag entfallen rund 128 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt, was eine Erhöhung gegenüber 2017 um rund 7,9 Millionen Euro oder 6,6 Prozent bedeutet. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt – ein wichtiger Indikator für die Finanzsituation einer Gemeinde – beträgt knapp 5,7 Millionen Euro und damit etwa 4,42 Prozent des Verwaltungshaushalts. Dies wiederum bedeutet eine Steigerung gegenüber 2017 in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro oder 28,9 Prozent. Die bereinigten Ausgaben erhöhen sich um rund 5,6 Millionen Euro oder um knapp 5 Prozent auf einen Gesamtbetrag von 117 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt schließt mit jeweils rund 33,9 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ab und verzeichnet damit eine Mehrung gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr in Höhe von mehr als 1,2 Millionen Euro oder 3,8 Prozent. Der Vermögenshaushalt finanziert sich zu mehr als 70 Prozent aus Eigenmitteln, zu 18 Prozent aus Zuwendungen und Zuschüssen sowie zu 11,8 Prozent aus Kreditaufnahmen, die damit auf insgesamt 4 Millionen Euro veranschlagt sind. Dieser Neuverschuldung steht jedoch eine Kredittilgung in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro gegenüber, so dass sich der Schuldenstand der Stadt Amberg erneut voraussichtlich um rund 1,2 Millionen Euro reduzieren wird.

Die bestehenden Kredite der Stadt Amberg belaufen sich zum 1. Januar 2018 auf voraussichtlich rund 30,5 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 730 Euro entspricht. Aufgrund der neuerlichen Schuldenreduktion wird sich dieser Betrag bis Ende des Jahres 2018 voraussichtlich auf 702 Euro verringern. Welch deutlicher Schuldenrückgang bereits in den vergangenen Jahren zu verzeichnen war, lässt sich an folgenden Zahlen ablesen: Zum 1. Januar 2007 betrug die Kredithöhe der Stadt Amberg noch rund 45,9 Millionen Euro, für Zinszahlungen mussten 2008 knapp 2,1 Millionen Euro aufgewendet werden. Der Ansatz für Zinszahlungen in 2018 hingegen beträgt nun noch 771.100 Euro.

Ausgangsbasis für diese positive Entwicklung war und ist die allgemeine Wirtschaftslage, die der Stadt Amberg aller Voraussicht nach auch 2018 wieder gute Einnahmen beschert. Wichtigste Position dabei ist die Gewerbesteuer, die den Schätzungen zufolge im kommenden Jahr  eine Höhe von rund 27 Millionen Euro (2017: 24,5 Millionen Euro) erreicht. Auch die Prognose beim Einkommensteueranteil liegt mit 20 Millionen Euro rund eine Million über der erwarteten Einnahme von 2017. Trotz dieser steigenden Beträge wird aber auch bei den Schlüsselzuweisungen mit einem Plus gerechnet. Hier sind 15 Millionen Euro (2017: 14 Millionen Euro) im Haushaltsentwurf eingeplant.

Hinzu kommen eine gleichbleibende Grundsteuer in Höhe von 5,2 Millionen Euro sowie ein Betriebskostenzuschuss bei den Kindertageseinrichtungen, der sich von 4 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro erhöht. Aber auch in anderer Hinsicht konnten OB Michael Cerny und die Finanzverwaltung mit erfreulichen Nachrichten aufwarten. So haben sich nach der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED innerhalb von nur zwei Jahren der Unterhalt von 520.000 Euro auf 300.000 Euro und die Stromkosten von 505.000 Euro auf 225.000 Euro reduziert. Grund zur Freude haben auch die Bürgerinnen und Bürger: Auf sie kommen 2018 keine Gebührenanpassungen zu.

Dank dieser soliden Ausgangssituation können 2018 wieder zahlreiche Herausforderungen gestemmt und Maßnahmen in Angriff genommen werden. Ausgabenschwerpunkte im Verwaltungshaushalt bilden dabei unter anderem der Einzelplan „Soziales“ mit insgesamt rund 35 Millionen Euro – was einer Steigerung von rund 2,2 Millionen Euro oder 6,5 Prozent entspricht – sowie der Punkt „öffentliche Einrichtungen“, der Aufgaben wie Abwasser- und Abfallentsorgung, Friedhöfe, Gärtnerei und Betriebshof umfasst. Außerdem stehen die Personalausgaben mit insgesamt 37,5 Millionen Euro erneut an der Spitze der Ausgabenliste.

Neben notwendigen Abgaben wie unter anderem der Bezirksumlage (10,8 Millionen Euro), der Gewerbesteuerumlage (5,1 Millionen Euro), der Krankenhausumlage (1 Million Euro) und den Betriebskostenumlagen an Zweckverbände (5,2 Millionen Euro) sowie Unterhaltsmaßnahmen für Gebäude, Straßen und Grünanlagen konnten viele weitere Maßnahmen und Projekte berücksichtigt werden. Hierzu zählen unter anderem Brandschutzmaßnahmen (knapp 1,5 Millionen Euro), rund 556.000 Euro für den Sport und die Sportförderung, 250.000 Euro für die ersten Maßnahmen des Radwegekonzepts, rund 900.000 Euro für kulturelle Veranstaltungen und 30.000 Euro für die Glasfaservernetzung der Amberger Schulen.

Freilich kommt dem Thema Schulen und Bildung auch im Vermögenshaushalt eine wichtige Rolle zu. So ist ein Betrag von insgesamt 6,4 Millionen Euro für Schulinvestitionen vorgesehen, davon entfallen 2,2 Millionen Euro auf die Sanierung der Wirtschaftsschule, 1,2 Millionen Euro auf die energetische Sanierung, WCs und Lüftung der Schule Ammersricht, jeweils 500.000 Euro auf die Sporthalle und die Mensa an der Realschule und 500.000 Euro auf die Ganztagsbetreuung an der Albert-Schweitzer-Schule. Weitere Investitionen vorgesehen sind im Stadttheater (30.000 Euro für die technische Ausstattung) und im Schießl-Stadl (rund 1,4 Millionen Euro, davon 450.00 Euro noch für 2017) sowie für Maßnahmen in verschiedenen Kindertagesstätten (1,5 Millionen Euro).

Hinzu kommen 678.500 Euro für Gesundheit und Erholung sowie insgesamt 5,8 Millionen Euro für zahlreiche Vorhaben im Bereich Städte-, Straßen- und Wohnungsbau. Eine Reihe von Kanalbaumaßnahmen sowie 90.000 Euro für die Wegesanierung in den Friedhöfen, 150.000 Euro für die Verbesserung des ÖPNV, 250.000 Euro für die Modernisierung des Amberger Congress Centrums, 700.000 Euro für Erschließungsbeiträge und 3 Millionen Euro für den Grunderwerb sind ebenfalls in dem Haushaltsentwurf eingeplant. Hinzu kommen sogenannte Verpflichtungsermächtigungen für 36 verschiedene Maßnahmen in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro – was nichts anderes bedeutet, als dass über die für 2018 bereitgestellten Mittel hinaus weitere Aufträge in dieser Höhe vergeben werden können.