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Standesamt bietet Sprechstunden für die Eltern von Neugeborenen an – Ab sofort neuer verbesserter Service im Klinikum St. Marien – Vorreiter in der Region

Um Eltern bei der Anmeldung ihres neugeborenen Kindes den Weg ins Rathaus zu ersparen und ihnen direkt vor Ort kompetente Beratung anbieten zu können, hält das Standesamt der Stadt Amberg ab sofort im Klinikum St. Marien Sprechstunden ab. Diese finden am Montag und Freitag jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr sowie mittwochs von 11.30 bis 14.30 Uhr statt und stellen eine deutliche Serviceverbesserung dar.

Standesamtsmitarbeiterin Monika Kulzer, die diese Aufgabe schwerpunktmäßig übernimmt, kann die Eltern beispielsweise auch über die Wahlmöglichkeiten bei Vor- und Familiennamen sowie gegebenenfalls über Namensrechte anderer Länder informieren. Ebenso teilt sie ihnen beim Erstkontakt mit, welche Dokumente für die Anmeldung erforderlich sind, und nimmt bereits vorhandene Unterlagen entgegen.

Wie Oberbürgermeister Michael Cerny, der Leiter des städtischen Referats für Jugend, Senioren und Soziales Dr. Harald Knerer-Brütting und Standesamtsleiter Wolfgang Lebe sowie Klinikumsvorstand Manfred Wendl und der Leiter der Patientenverwaltung Norbert Wiesneth bei der Vorstellung der neuen Serviceleistung informierten, wird die Beurkundung selbst aus rechtlichen Gründen in der Regel nach wie vor im Standesamt stattfinden müssen.

„Wenn jedoch bereits alle Beurkundungsunterlagen im Klinikum vorgelegt werden, ist eine Vorsprache der Eltern im Standesamt nicht mehr erforderlich. Die Urkunden können ihnen dann genauso auch zugeschickt werden“, führte Wolfgang Lebe zum Prozedere aus. Oberbürgermeister Michael Cerny freute sich über dieses neue Angebot, das seiner Ansicht nach eine deutliche Serviceverbesserung für die frischgebackenen Eltern darstellt. Zudem übernehme die Stadt Amberg damit eine Vorreiterrolle, da dieser Service in der Region bislang keineswegs zum Standard gehört.

Grund und Auslöser für diese Neuerung ist ebenfalls eine für das Klinikum sehr positive Entwicklung: die Tatsache, dass sich das Haus zu einer klassischen Geburtsklinik mit Patienten aus der gesamten nördlichen Oberpfalz entwickelt hat und dadurch in den letzten Jahren ein deutlicher Geburtenanstieg zu verzeichnen war. So kamen im letzten Jahr insgesamt 1.405 Kinder in St. Marien zur Welt und für das Jahr 2017 ist mit einem weiteren deutlichen Plus zu rechnen. „Schon jetzt liegen wir mit 1080 geborenen Kindern über der Tausendergrenze. Hochrechnungen zufolge müssten wir daher in diesem Jahr die 1500-er Marke klar überschreiten“, berichtete Manfred Wendl.

Diese Zunahme habe andererseits jedoch auch einen Anstieg bei den administrativen standesamtlichen Tätigkeiten zur Folge. Hinzu kommt, dass die Sachverhalte zunehmend komplexer geworden sind und es damit immer aufwendiger werde, die Beurkundungsvoraussetzungen zu ermitteln. Dadurch aber sei es für die Mitarbeiter der Patientenverwaltung des Klinikums, die bislang sozusagen „nebenbei“ die Geburtsanzeigen erstellt haben, schlichtweg nicht mehr machbar, die vielfältigen standesamtlichen Fragen abschließend zu beantworten.

Damit die Eltern trotzdem nicht mehrfach das Rathaus aufsuchen müssen, seien Klinikum und Standesamt übereingekommen, die regelmäßigen Sprechstunden vor Ort anzubieten. Auch wird das Standesamt künftig an den Geburtsvorbereitungsterminen des Klinikums teilnehmen, um es den Eltern durch rechtzeitige Information ein wenig leichter zu machen, die bürokratischen Vorgaben zu erfüllen – damit ihnen nach der Geburt mehr Zeit bleibt, sich um das Wesentliche, die neuen Erdenbürger, zu kümmern.