amberg.de
     LEBEN IN AMBERG
     TOURISMUS
     KULTUR
     RATHAUS
     WIRTSCHAFT
amberg.de

SUCHE

KONTAKT

LINKS
Zeugnisse von „Macht und Pracht“ in Amberg werden präsentiert – Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 – Programmvorstellung im Rathaus

28. August 2017

Amberg. Der Tag des offenen Denkmals 2017 möchte die Besucher dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdruckformen von "Macht und Pracht" in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte bewusster auseinanderzusetzen. Das Thema besticht durch sehr breite Interpretationsmöglichkeiten, die sich beim Veranstaltungsprogramm der Volkshochschule Amberg in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Amberg wiederfindet.

Am 10. September 2017 öffnen sich verschiedene Gebäude im Stadtgebiet, vom Landgericht über das Rathaus bis hin zum Frank'schen Palais, um „Macht und Pracht“ in Amberg zu präsentieren. Der Tag des offenen Denkmals will dazu beitragen, die Denkmale als Geschichtszeugnisse und Informationsquellen im Sinne ihrer Bauzeit richtig zu deuten. Denn jedes Denkmal erzählt viel über die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Zeit seiner Entstehung und Nutzung.

In einem prächtigen und mächtigen Gebäude, dem Rathaus, stellten Bürgermeister Martin J. Preuß, Volkshochschulleiter Thomas Boss und Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger das diesjährige Programm vor:

  • „Macht und Pracht“ – im Kleinformat

Es ist nicht nur die Architektur, die den Wunsch ihrer Erbauer ausdrückt, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Ausgewählte Objekte aus dem Staatsarchiv Amberg belegen, dass es ebenso „kleinformatige“ Denkmäler gibt, in denen sich Machtansprüche manifestieren oder zeigen. Dass diese daneben hohen ästhetischen Ansprüchen genügen, dokumentiert den Wohlstand und das Selbstbewusstsein ihrer Auftraggeber.

Zeit/Dauer: 11.00 Uhr/ca. 60 Min.
Führung: Erwin Stoiber
Treffpunkt: Haupteingang Staatsarchiv Amberg, Weißenburger Straße 3

  • Prächtige Gewänder – Friedrich V. und Elizabeth Stuart

Detailgetreue Verarbeitung mit hochwertigen Seidenstoffen, so entstanden die Gewänder des Winterkönigpaares zur bayerischen Landesausstellung 2003.

Zeit/Dauer: 14.30 Uhr/ca. 30 Min.
Führung: Helga Sichelstiel, Schneidermeisterin
Treffpunkt: Stadtmuseum Amberg, Zeughausstraße 18

  • Das "golddurchwirkte" Brautkleid einer zukünftigen Kurfürstin

Als Pfalzgraf Philipp und Margarete von Bayern-Landshut mit ihrer Hochzeit 1474 den Ambergern das größte Fest der Stadtgeschichte bescherten, dürften sie sich diesen und ihrer illustren Gästeschar sehr modebewusst präsentiert haben. Margaretes Kleid rief bei den Berichterstattern große Bewunderung hervor. Gerühmt werden die wertvollen Materialien wie z. B. der "golddurchwirkte" Stoff. Doch wie darf man sich heute ein Brautkleid im Stil der burgundischen Mode von damals vorstellen? Am lebenden Modell werden Eigenschaften höfischer Kleidung des Spätmittelalters dargestellt.

Zeit/Dauer: 14.00 Uhr/ca. 30 Min.
Führung: Hannelore Zapf, Stadtführerin
Treffpunkt: Stadtmuseum Amberg, Zeughausstraße 18

  • „Zu Stein gewordener Bürgerstolz“: Die Amberger Rathaussäle

Seit über 600 Jahren ist das Rathaus zusammen mit dem Marktplatz und der Basilika St. Martin nicht nur der geografische Mittelpunkt Ambergs, sondern auch Verwaltungs- und Repräsentationszentrum, sowie vor allem Sitz des Rates. In der Architektur und insbesondere durch die Gestaltung der historischen Säle spiegelt sich die Entwicklung der Stadt im Kontext zu ihrer wirtschaftlichen und politischen Entwicklung.

So haben frühere Generationen über Jahrhunderte ganz bewusst gestalterische Zeichen gesetzt, die man heute leicht übersieht, weil sie selbstverständlich geworden sind, die aber gerade zum Thema „Macht und Pracht“ eine gezielte Betrachtung verdienen.

Zeit/Dauer: 15.00 Uhr/ca. 75 Min.
Führung: Hans-Georg Schrüfer
Treffpunkt: Hochzeitsbrunnen am Marktplatz

  • Beletage des Frank'schen Palais

Das von Regierungsrat Maximilian Freiherr von Wildenau 1730 errichtete Gebäude ging 1758 an den Freiherrn von Frank über. 1878 widmete Sabina Freiin von Frank das barocke Adelspalais ihrer zeitgleich gegründeten Stiftung für weibliche Dienstboten, die in dem Haus von 1911 bis 1995 von „Mallersdorfer Schwestern“ betreut wurden.

Zeit/Dauer: 15.15 Uhr/ca. 30 Min.
Führung: Dr. Johannes Laschinger, Stadtarchivar
Treffpunkt: Herrnstraße 10

  • Die Schönheit des Barock begreifen

Die Stadtpfarrkirche St. Georg wurde von den Jesuiten im Stil des Hochbarock in besonders gefälliger Weise ausgeschmückt. Die Formensprache dieser Stilepoche erstreckt sich nicht nur auf Malerei und Fresken. Erhalten geblieben sind wertvolle Messgewänder und herausragende sakrale Gegenstände wie Monstranzen oder Kelche, die den besonderen Wert der Liturgie sichtbar vor Augen führen wollen. In einer Führung durch die Sakristei von St. Georg werden diese besonderen Kunstschätze des Barock für jedermann zugänglich gemacht.

Zeit/Dauer: 16.00 Uhr/ca. 45 Min.
Führung: Markus Brunner, Pfarrer, Pfarrei St. Georg
Treffpunkt: Sakristei

  • Alles echt? Anmerkungen zu Gold, Marmor und Spiegeln in der Schulkirche

Teuerste Materialien bestimmen auch heute noch den Innenraum der Schulkirche. Größte Pracht entfalten vergoldete Stuckaturen, marmorne Altarbauten und eingelassene Spiegel. Das 18. Jahrhundert, in dem diese Kostbarkeiten entstanden, war aber eine Zeit des schönen Scheins. Was also ist echt?

Zeit/Dauer: 17.00 Uhr/ca. 30 Min.
Führung: Beate Wolters, Kunsthistorikerin
Treffpunkt: Schulkirche innen

  • Landgericht Amberg

Das Landgericht Amberg, Regierungsstraße 8-10, bietet drei Führungen an:

1. Führung: 10.00 Uhr, Harald Riedl, Landgerichtspräsident
2. Führung: 13.30 Uhr, Dr. Wolfgang Schmalzbauer, Landgerichtspräsident a.D.
3. Führung: 15.30 Uhr, Josef Auer

Interessenten können sich bei der Präsidialkanzlei des Landgericht Amberg (Telefon 09621/370127) anmelden und in eine entsprechende Teilnehmerliste eintragen lassen. Die Teilnehmerzahl ist pro Führung auf 25 begrenzt!