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„Historischer Alltag“ im Zoom von Smartphone und Tablet-PC – Schülerinnen des Dr. Johanna-Decker-Gymnasiums erstellen Clips im Stadtmuseum

„Mobil im museum“ lautet der Titel eines Projekts, das Jugendliche und ihre aktuellen medialen Ausdrucksformen im Stadtmuseum Amberg zusammengebracht hat. Inspiriert durch die historischen Themen und Objekte setzten sich die Jugendlichen in einem dreitägigen Workshop aktiv mit dem Alltag aus Urgroßmutters Zeiten auseinander. Als künstlerisches Medium dienten ihnen Smartphones und Tablets, deren Möglichkeiten im Rahmen des Workshops ausgelotet wurden.

Insgesamt 22 Schülerinnen der 9. und 11. Jahrgangsstufe des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums beteiligten sich an dieser Aktion, die vorsah, dass im Stadtmuseum Amberg mithilfe verschiedener mobiler Endgeräte und transportabler Filmausstattung kurze Clips zu verschiedenen Bereichen der Dauerausstellung aufgenommen werden. Die Filme sollen zukünftig vor Ort im Museum in einem digitalen Bilderrahmen zu sehen sein.

Die Inhalte für die Filmsequenzen erarbeiteten die Schülerinnen nach dem Kennenlernen der verschiedenen Ausstellungsbereiche vollkommen eigenständig. Dazu wurde Storyboards gezeichnet, Texte verfasst sowie Requisiten mitgebracht. „Das Handy wird zum Pinsel“, unterstrich Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführender Vorstand der Bayerischen Sparkassenstiftung passend. Und Schülerin Jasmin freute sich: „Man kann verschiedene Stile oder Programme wie Snapchat benutzen und es ist nicht verboten“.

Im Fokus standen der Gemischtwarenladen, die alte Zahnarztpraxis, die Apotheke, das Friseurhandwerk und die Mode der vergangenen Jahrzehnte, die allesamt Bereiche der musealen Dauerausstellung sind. Keineswegs historisch, sondern frisch, kreativ und am Puls der Zeit erwiesen sich die Ideen der jungen Leute dazu. Das wird in einem stadtgeschichtlichen Museum, dessen älterer Bauteil aus dem 15. Und 16. Jahrhundert stammt, so wohl nicht vermutet.

„Ich finde es gut, dass man so viel selber machen kann.“, beschreibt Schülerin Salomé diese besondere Art der Medienarbeit. Und ihre Mitschülerinnen Larissa und Celina loben im Chor: „Die gemeinsame Arbeit und die Möglichkeit, anderen Jugendlichen ‚in unserer Sprache‘ etwas zeigen zu können, sind toll.“ Das Projekt wird durchgeführt vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring, mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und mit der Bayerischen Sparkassenstiftung.

Vor Ort werden die Schülerinnen unterstützt und beraten von Thomas Kupser und Lisa Rutzmoser (beide JFF, München), Filip Pobocik (Filmproduzent, München), Veronika Thomann (Kunstlehrerin an den Dr.-Johanna-Decker-Schulen) sowie Julia Riß (wissenschaftliche Volontärin und Projektbetreuung im Stadtmuseum). Die Präsentation der fertigen Clips findet voraussichtlich Mitte September im Stadtmuseum Amberg statt.