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Das Stadtarchiv Amberg rüstet sich für den Umzug in den „Schießl-Stadel“ – Einrichtung schließt ab 10. Juli– Nur eilige Terminsachen werden bearbeitet

29. Juni 2017

Amberg. Über Jahre hinweg war die Großbaustelle am Paulanerplatz eine Dauereinrichtung: Unter großem Einsatz der beteiligten Firmen und des städtischen Hochbauamts wurde die frühere Brauerei Schießl nicht nur von Grund auf saniert, sondern zudem mit hohem Aufwand zu einem modernen, zweckmäßigen Archivgebäude ausgebaut. Damit findet der Stadtratsbeschluss vom März 2012 nun seine Entsprechung – und den Bürgerinnen und Bürgern steht nach Abschluss der Maßnahme eine Vielzahl neuer Funktionalitäten und Dienstleistungen zur Verfügung.

Bevor es jedoch soweit ist, schließt das Stadtarchiv ab dem 10. Juli 2017 erst einmal die Pforten seines bisherigen Dienstgebäudes in der Zeughausstraße 1 – und kann von den Benutzern voraussichtlich erst ab 20. November wieder in vollem Umfang genutzt werden. Auch wenn die eigentliche „Übersiedelung“ erst für Anfang Oktober auf der Agenda steht: Bis es tatsächlich losgehen kann, sind noch über 35.000 Fotografien und mehr als 7.000 Bücher umzugsfertig zu verpacken. Außerdem muss noch ein letzter Rest des Aktenbestandes in neuen, säurefreien Archivkartons verstaut werden.

„Wir bereiten uns bereits seit mehr als zwei Jahren auf den Umzug vor“, berichtet Laura Marie Kapperer, die den Umzug als Fachangestellte des Stadtarchivs begleiten und noch Anfang Juli ihre Ausbildung im Stadtarchiv abschließen wird. Insgesamt warten rund 7.000 Kartons – ein Teil davon im Rathaus – auf den großen Tag, so Kapperer. Ein Großteil wurde während der letzten Jahre erneuert und ihr Inhalt bei dieser Gelegenheit erstmals in der Archivdatenbank erfasst.

Ein persönlicher Besuch im Stadtarchiv ist während der umzugsbedingten „Auszeit“ nicht möglich. Auch die schriftliche Bearbeitung von Anfragen wird in diesem Zeitraum auf das Nötigste begrenzt. Damit gemeint sind insbesondere eilige Terminsachen wie Anfragen zu Personenstandsangelegenheiten für Nachlassverhandlungen und Staatsangehörigkeitsfragen. Diese werden natürlich trotz der Schließung auch weiterhin bearbeitet. Eine Betreuung von Schulprojekten hingegen kann erst wieder nach dem Umzug des Stadtarchivs übernommen werden.

Ab dem 20. November 2017 steht das Stadtarchiv jedoch wieder in vollem Umfang zur Nutzung zur Verfügung. In den neuen Räumlichkeiten am Paulanerplatz können den Benutzern dann nicht nur ein eigener W-LAN-Hotspot und deutlich verbesserte Arbeitsmöglichkeiten angeboten werden. „Neben vielen anderen Neuerungen wird auch der neu angeschaffte Auflichtscanner einsatzbereit sein“, verrät Christine Widder, die seit 1998 im Archiv angestellt ist. Sie verspricht: „Wir werden nach der Wiedereröffnung über einen längeren Zeitraum öffentliche Führungen anbieten und unser zusätzliches Angebot ausführlich vorstellen.“

(su)