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8. Amberger Orgelmusikreihe mit internationaler Besetzung – Ab 1. Juli elf Konzerte am Samstagmittag in der Schulkirche – Eine kleine Pause im Alltagstrubel

27. Juni 2017

Amberg. Auch in diesem Sommer sind die Besucherinnen und Besucher der Altstadt jeweils an den Samstagmittagen wieder dazu eingeladen, pünktlich um 12 Uhr eine kleine Pause einzulegen und eine halbe Stunde lang in der Amberger Schulkirche den Klängen der dortigen Sandtner-Orgel zu lauschen. Dafür sorgt das Kulturreferat der Stadt Amberg in Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Martin: Sie veranstalten bereits zum achten Mal die Reihe „Amberger Orgelmusik“ mit insgesamt elf Konzerten.

Dabei geben sich auch heuer wieder internationale Organisten und Musiker ein Stelldichein. Möglich wurde dies einmal mehr durch die finanzielle Unterstützung der Volksbank-Raiffeisenbank, deren Vorstand Dieter Paintner das diesjährige Programm gemeinsam mit Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiter Thomas Boss, Kulturfachkraft Barbara Cosima Frey, dem Vorsitzenden des Vereins „Projekt Orgel St. Martin“ Franz Meier und Bernhard Müllers, Regionalkantor und Organist von St. Martin, vor Ort präsentierte.

Letzterer hatte es in bewährter Weise übernommen, das höchst interessante Programm mit hervorragenden Musikern zusammenzustellen. Der Startschuss erfolgt am 1. Juli mit einem Zusammenspiel von Orgel und Posaune, bei dem Bernhard Müllers gemeinsam mit Robert Schlegl auf der Empore stehen wird. Schlegl hat an den Musikhochschulen Trossingen, Köln/Aachen und Bremen moderne Posaune sowie Barockposaune studiert. Er ist Mitglied im Ensemble Oltremontano und spielte unter anderem mit Les Amis de Philippe, L‘harpa festante, Musica, dem Rias Kammerchor sowie mit namhaften Dirigenten zusammen.

Eine Woche später am 8. Juli ist Agustín Mejía Várgas zu Gast, ein aus Mexiko-Stadt stammender Orgelstudierender an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (HfKM) in Regensburg. Várgas ist Schüler von Markus Rupprecht und stimmt das Publikum damit auf seinen Lehrmeister ein, der selbst am 15. Juli an der Schulkirchenorgel musizieren wird. Rupprecht studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Regensburg, Piteå (Schweden) und Wien und ist seit März 2015 als Dozent für Orgel an der HfKM in Regensburg tätig.

In der darauffolgenden Woche am 22. Juli wird mit Bernhard Grobbel dann ein weiterer Jungstudent sein Debüt in Amberg geben, bevor am 29. Juli eine besondere Kombination auf das Publikum wartet. Unter dem Motto „Hiphop trifft Bach“ gastiert der Organist Serge Schoonbroodt aus Lüttich (Belgien) in der Schulkirche und bringt zu diesem Auftritt seinen Partner, den Hiphop-Tänzer Dominique Schmitz, nach Amberg mit.

Am 5. August wird Christopher Zehrer erwartet, der 2009 die Nachfolge des Stiftsorganisten in der Abtei Schlägl in Oberösterreich angetreten hat. Zehrer wurde 1985 in Osterhofen geboren, studierte ebenfalls Kirchenmusik an der HfKM Regensburg und war bereits mehrfach Preisträger bei „Jugend musiziert“. Er hat bereits zahlreiche Konzerte gegeben und ist auch als Pädagoge an der Landesmusikschule Schlägl tätig.

Am 12. August, wird dann Wladimir Matesic 30 Minuten lang an der „Königin der Instrumente“ zu hören sein. Matesic wurde in Bologna geboren, studierte an den Musikhochschulen von Bologna, Freiburg im Breisgau, Luzern und Rotterdam und ist heute Dozent sowie Organist an der Kathedrale seiner Heimatstadt. Aleksey Vylegzhanin, der in der darauffolgenden Woche am 19. August ein Gastspiel geben wird, wurde 1987 in Novosibirsk in Russland geboren. Er studierte Orgel bei Natalya Baginskaya am dortigen Staatlichen Konservatorium und nahm erfolgreich an Wettbewerben teil.

Der Belgier Ignace Michiels, Jahrgang 1963 und mit seinem Konzert am 26. August an der Reihe, ist Organist an der St.-Salvator-Kathedrale von Brügge, Konzertorganist, Chorleiter und Orgellehrer. Er studierte Orgel, Klavier und Cembalo am Konservatorium in Brügge. Von 1990 bis 2005 leitete Michiels den Oratorienchor Cantores, er wirkte in der Jury internationaler Orgelwettbewerbe mit und gab Meisterklassen. Außerdem arbeitet er mit dem Flämischen Klassischen Radio zusammen.

Letzte im Bunde der Solisten ist Mami Nagata, die an der Universität der Künste Tokio ein Bachelor-Studium mit Hauptfach Orgel absolvierte. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Ludger Lohmann fort. In den vergangenen Jahren konnte Mami Nagata zahlreiche Preise entgegennehmen, so erspielte sie sich 2015 einen Ersten Preis beim 12. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb in Sachsen.

Den Schlusspunkt setzen auch in diesem Jahr wieder Regionalkantor Bernhard Müllers selbst mit einem Begleitmusiker, wobei in diesem Jahr der Wuppertaler Matthias Schlubeck diese wichtige Rolle übernehmen wird. Schlubeck ist der erste deutsche Musiker mit einem Hochschulabschluss im Fach Panflöte und gilt mittlerweile als einer der führenden Panflötisten der Welt – wobei er sich besonders im Bereich der Interpretation Klassischer Musik einen Namen gemacht hat.

Auch in diesem Jahr ist der Eintritt zu sämtlichen Konzerten frei, zum Schluss jeder Veranstaltung werden die Zuhörerinnen und Zuhörer um einen Obolus zugunsten des „Projekts Orgel St. Martin“ gebeten. Der Flyer zu dieser Reihe mit dem Titel „8. Amberger Orgelmusik“ liegt ab sofort in der Basilika St. Martin, in der Schulkirche, in der Tourist-Information Amberg sowie im Amberger Raseliushaus auf. Im Internet kann die Zusammenstellung inklusive zahlreicher weiterer Informationen unter www.amberger-orgelmusik.de abgerufen werden.

(su)