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Politiker der Region setzen sich parteiübergreifend über alle Ebenen hinweg für die Mitarbeiter der Grammer AG ein – rund 2000 Arbeitsplätze in Gefahr – Aktionäre sind gefordert

„Als verantwortliche Politiker für die Stadt Amberg und die gesamte Region stehen wir parteiübergreifend, jenseits der Stadt- und Landkreisgrenze und über alle Ebenen der Politik zu 100 Prozent hinter den Mitarbeitern der Grammer AG und ihrem Einsatz zur Sicherung der Arbeitsplätze in der Region. Mit großer Sorge beobachten wir die Entwicklung vor der anstehenden Hauptversammlung der Grammer AG, in der ohne überzeugende Begründung und ohne zukunftsfähige Strategie für das Unternehmen die Abberufung der Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder beantragt wird.“

Mit diesem klaren Bekenntnis wenden sich die politisch verantwortlichen Mandatsträger der Region an die Öffentlichkeit, nachdem sie sich in einer in dieser Form wohl einmaligen Konstellation im Amberger Gewerkschaftshaus am Schrannenplatz getroffen hatten, um sich gemeinsam über die drohenden Risiken bei der Grammer AG und die Auswirkungen für die Arbeitsplätze in der Region zu informieren. Als Ansprechpartner standen ihnen die Betriebsräte des Unternehmens sowie die IG Metall zur Verfügung, um über die aktuelle Situation, die Stimmung unter den Mitarbeitern und die Entwicklung der letzten Tage zu berichten.

Ausgehend von den durch IG-Metall-Bevollmächtigten Horst Ott vorgetragenen Informationen zur Situation vor der Hauptversammlung, die von Konzern-Personalleiterin Doris Höpfl von Unternehmensseite ergänzt wurde, einigten sich alle der anwesenden Politiker auf eine gemeinsame Erklärung, mit der sie das Augenmerk darauf lenken möchten, dass in dieser für die Menschen der Region und den Wirtschaftsstandort Amberg extrem wichtigen Entscheidungsphase ein überparteiliches Zeichen gesetzt werden muss. Sie alle gemeinsam – vom Bundestagsabgeordneten bis hin zu den Bürgermeistern sowie Stadt- und Kreisräten – wollen auf diese Weise signalisieren, dass in der Wirtschaftsregion Amberg sämtliche Ebenen der Politik miteinander für die Mitarbeiter der Grammer AG und für eine Fortsetzung der erfolgreichen Unternehmensgeschichte kämpfen.

In ihrer Erklärung führen sie aus, dass aus übereinstimmender Sicht die Gefahr besteht, dass die beantragte Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder rund 2000 Arbeitsplätze in der Region gefährden würde und der Unternehmenserfolg der Grammer AG damit dauerhaft in Frage gestellt wird. „Das Vorgehen der Prevent-Gruppe beim Zulieferer-Streik im letzten Jahr lässt uns befürchten, dass auch bei Grammer in ähnlicher Weise die Kundenbindung zugunsten kurzfristiger Ziele geopfert wird“, so der weitere Wortlaut der Resolution.

Die Entscheidung über eine weiterhin positive Entwicklung der Grammer AG und damit für sichere Arbeitsplätze liege daher bei den Grammer-Aktionären, die in der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 darüber entscheiden werden. „Wir bitten daher alle Aktionäre, ihr Stimmrecht für den Erhalt der Arbeitsplätze und für eine weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens wahrzunehmen oder eine entsprechende Vollmacht zu erteilen“, so der gemeinschaftliche Appell der Mandatsträger.