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Gemeinsam Arbeitsplätze sichern und den Standort stärken – Dafür setzen sich Oberbürgermeister Michael Cerny und seine Amtskollegen aus dem Landkreis ein

1. Juni 2017

Amberg. „Wir setzen auch von kommunaler Seite alles daran, die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Siemens zu sichern und unsere Region als Wirtschaftsstandort zu stärken.“ Dieses gemeinschaftliche Ziel stand über einem Zusammentreffen von Oberbürgermeister Michael Cerny und seinen Amtskollegen Josef Gilch (Ebermannsdorf), Alwin Märkl (Freudenberg), Bernhard Lindner (Hahnbach), Roland Strehl (Kümmersbruck), Hermann Böhm (Stellvertreter von Franz Birkl in Michaelpoppenricht) und Franz Mädler (Ursensollen) am vergangenen Freitag.

Sie hatten die Ankündigung des Unternehmens, am Standort Amberg Arbeitsplätze abzubauen, zum Anlass genommen, sich im Beisein des Geschäftsführers der Amberger Wirtschaftsförderung Karlheinz Brandelik gemeinsam dieses Themas anzunehmen und nach Lösungen zu suchen. Schließlich seien nicht nur in der Stadt Amberg, sondern genauso auch in den Landkreisgemeinden Beschäftigte von dieser Maßnahme betroffen. „Doch nicht nur für uns, auch für das Vorzeigewerk der Siemens AG im Bereich Industrie 4.0, gleichzeitig Leitfabrik des Unternehmens in punkto Digitalisierung, ist es wichtig, eine leistungsfähige Logistik am Standort zu erhalten und zu sichern“, betonten die Kommunalpolitiker übereinstimmend. Aus diesem Grund sollten die Arbeitsplätze auch möglichst innerhalb der Firma erhalten bleiben.

Wie bekannt plant Siemens, im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen ein neues, zentrales Logistikzentrum einzurichten und ist derzeit auf der Suche nach einer mindestens 100.000 Quadratmeter großen Fläche als Standort. „Wir werden aus unserem Wirtschaftsraum um Amberg mehrere interessante Flächenangebote für Siemens in den Ring werfen“, lautete das einhellige Ergebnis der kurzfristig anberaumten Bürgermeisterrunde. Über Gemeindegrenzen hinweg waren sich die Politiker einig, dass – egal, ob im Stadtgebiet oder in der Region – ein geeignetes Grundstück gefunden werden muss, das diesem deutlich vergrößerten Flächenbedarf entspricht. „Der Wirtschaftsraum Amberg verfügt über hervorragend ausgebildete Fachkräfte“, machten die Bürgermeister deutlich und kündigten an, den Standort durch Wirtschaftsförderungs- und Infrastrukturmaßnahmen weiter zu stärken. Seine zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung seien ohnehin bereits perfekte Argumente für die Ansiedlung eines Logistikzentrums.

Bei dieser Initiative handelt es sich um die erste konkrete Zusammenarbeit der politischen Spitzen von Amberg, Ebermannsdorf, Freudenberg, Hahnbach, Kümmersbruck, Poppenricht und Ursensollen, die sich bereits seit dem vergangenen Jahr in sehr konstruktiven Gesprächen im Sinne eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes befinden. Karlheinz Brandelik hat dafür bereits einen Zielkatalog gemeinsamer, wirtschaftlicher Tätigkeiten entworfen und sagt dazu: „Unsere Region hat sich in den vergangenen Jahren dank unserer Unternehmen und der Hochschule zu einer Innovationszelle mit hoher Lebensqualität entwickelt. Gemeinsam erreichen wir mehr, als jeder Partner für sich alleine. In einem gemeinsamen Wirtschaftsraum kommen wir alle deutlicher zur Geltung“.

Zwar steht die Unterzeichnung einer Absichtserklärung erst bevor, für diese erste vorgezogene Bewährungsprobe zeigen sich die Partner aber bereits gerüstet. „Gemeinsam werden wir Alternativen mit einer optimalen Infrastruktur und Qualität in allen Lebensbereichen anbieten und auf diese Weise einen bedeutsamen Beitrag für Siemens leisten. Der Konzern ist nicht nur für Amberg, sondern für die ganze Region einer der wichtigsten Arbeitgeber. Daher ist gemeinsames Handeln nur folgerichtig", fasste Oberbürgermeister Michael Cerny nochmals zusammen.

(su)