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Vorsorgliche Behandlung gegen Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet

26. Mai 2017

Amberg. In den letzten Jahren breitete sich der Eichenprozessionsspinner immer weiter im Stadtgebiet aus. Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, deren Raupen mikroskopisch kleine Nesselhaare mit Widerhaken haben, die das Eiweißgift Thaumetopein enthalten und bei Menschen juckende und entzündliche Hautreaktionen, Asthmaanfälle oder andere allergische Reaktionen auslösen können. Da das Gift wie bei Insektenstichen direkt auf die Haut einwirkt und keine Desensibilisierung möglich ist, ist besondere Vorsicht geboten.

Die Raupen entwickeln sich in im Frühjahr aus Eiern, die der Schmetterling  auf der Rinde in den Baumkronen von Eichen abgelegt hat. Sie ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Bäume. Fraßspuren an den Blättern deuten bereits auf einen Befall mit Raupen hin. Die gespinstartigen Ansammlungen der haarigen Raupen an den Stämmen und Ästen der Eichen sind erst von Ende Mai bis Ende Juni sichtbar. Der Entwicklungszyklus der Raupen mit fünf bis sechs Häutungen dauert je nach Witterung 9 bis 12 Wochen. Für die Gesundheit besonders gefährlich sind die Brennhaare der Raupen, die sich ab dem dritten Larvenstadium entwickeln und nach der Häutung in den Nestern / Gespinsten an den Bäumen und auch im Bewuchs unter den Baumkronen haften bleiben.

Vorsorglich wird am Dienstag, 30. Mai 2017, in öffentlichen Bereichen des Stadtgrabens, im Gartenschaugelände sowie an mehreren Spielplätzen ein biologisches Mittel ausgebracht. Das Mittel, das aus dem Samen des Neembaumes gewonnen wird, verhindert die Entwicklung des dritten Larvenstadiums. Für Menschen ist das verwendete Mittel ungefährlich. Die betroffenen Bereiche werden kurzfristig für die öffentliche Nutzung gesperrt.

(grt)