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„La guerre de Louise“ fand mehrere Monate auch in Amberg statt – Autorin Sylvie Arnoux präsentierte OB Cerny ihr 2016 erschienenes Buch – Kontakt gibt es bereits seit vier Jahren

28. April 2017

Amberg. „Ich wollte verstehen, was meine Großmutter erlebt hat.“ Mit diesen Worten legte die französische Autorin Sylvie Arnoux ihre Beweggründe für das Buch „La guerre de Louise“ (Louises Krieg) dar. Arnoux zeichnet darin die Odyssee ihrer aus einem kleinen Ort in Lothringen stammenden Großmutter in den Jahren 1914 bis 1921 nach. Jetzt stellte sie das im Rahmen der Ausstellung „Das Kriegsgefangenenlager Amberg-Kümmersbruck im Ersten Weltkrieg“ in Schloss Theuern gezeigte, 2016 erschienene Werk Oberbürgermeister Michael Cerny vor, denn Großmutter Louise verbrachte die Zeit vom Oktober 1914 bis zum Januar 1915 in einer Baracke in Amberg.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Marc Boursier sowie ihrem Verleger Jean-Philippe Repiquet und dessen Frau war Madame Arnoux ins Amberger Rathaus gekommen, bevor die Gruppe am folgenden Tag der Ausstellung in Theuern einen Besuch abstattete. Begleitet wurde sie dabei von Kulturreferent Wolfgang Dersch und Anne-Marie Brey vom Freundeskreis Périgueux, die, vermittelt durch Ambergs französische Partnerstadt, bereits seit vier Jahren den Kontakt mit Sylvie Arnoux steht, jedoch ebenfalls das erste Mal die Gelegenheit gefunden hatte, sie persönlich kennenzulernen.

Im Rahmen des Zusammentreffens ging Frau Arnoux kurz auf die Entstehungsgeschichte ihres Buches ein, das auf den Tagebuchaufzeichnungen ihrer Großmutter basiert und deren Geschichte sie als begeisterte Genealogin in umfangreicher Recherche ergänzt und vervollständigt hatte. Eigentlich Kinder- und Jugendbuchautorin hatte sie, auch durch ein weiteres Projekt ihres Verlegers Jean-Philippe Repiquet angeregt, mit der Arbeit begonnen – nicht ahnend, dass es zwölf Jahre dauern sollte, bis das Ergebnis schließlich vor ihr lag. „Hätte ich das vorher gewusst, ich weiß nicht, ob ich damit begonnen hätte“, gab Sylvie Arnoux auf entsprechende Nachfrage freimütig zu.

Das Buch beschreibt ein Einzelschicksal im Ersten Weltkrieg, das, so Anne-Maie Brey, aber auch stellvertretend für viele andere stehen kann. Oberbürgermeister Michael Cerny zeigte sich sehr beeindruckt von dem Druckwerk, das in einer Auflage von 1500 Exemplaren erschienen ist und unter anderem umfassendes Bildmaterial auch von Amberg enthält. Der Amberger OB nahm die Stippvisite außerdem gerne zum Anlass, seinen französischen Gästen einen angenehmen Aufenthalt in der Vilsstadt zu wünschen und seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass die Kontakte auch in Zukunft nicht abreißen werden.

(su)