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Teilnehmer erlebten eine unterhaltsame „serata italiana“ – Volkhochschule und die Freunde Desenzanos sowie Italiens luden zum Kommen ein – Vielfältige Einblicke in die italienische Lebensart

Authentisches Italienfeeling vermittelte die nun schon vierte „serata italiana“, durchgeführt von der Volkshochschule Amberg, den Amici di Desenzano-Amberg und den Amici d’Italia aus Regensburg. VHS-Dozentin Susy Herrmann-Wolters hatte die Amberger Italienfans zu diesem kurzweiligen und unterhaltsamen Abend eingeladen. Im Mittelpunkt standen mit Bildern unterlegte Vorträge, die vor allem von den temperamentvollen Erzählungen der Referentinnen, Silvia Bertino-Trapp und Carmen Biangardo, lebten, die ihre Heimat engagiert vertraten.

Zunächst stand die Stadt Triest im Mittelpunkt des Vortrages von Silvia Bertino-Trapp. Diese Stadt, die etwas abseits des großen Touristenstromes nach Italien liegt, weist aufgrund ihrer Geschichte einige Besonderheiten auf. Diese erläuterte die Dozentin in einem kurzen historischen Abriss. Der Einfluss der Römer, der Slowenen und der Habsburger zeigen sich nicht nur im architektonischen Stadtbild, sondern auch in speziellen, aus anderen Sprachen übernommenen Ausdrücken, wie zum Beispiel „rucsac“ und in Gerichten der örtlichen Küche, wie die „jota“, einem sauerkrautlastigen Eintopf.

Nach einer Pause, kulinarisch gestaltet mit wohlschmeckenden italienischen Häppchen durch den VHS-Koch Alfred Milz, gab die Dozentin Carmen Biangardo einen Einblick in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO und erzählte über religiöse Umzüge in diversen italienischen Städten wie etwa die Prozessionen während der Karwoche in Enna/Sizilien oder in Savona/Ligurien. Davon unterscheiden sich andere, eher wie ein Volksfest gefeierte Prozessionen, die während des Jahres auf dem ganzen Stiefel stattfinden und bei denen sich Feiern, Lachen, Tanzen, Beten und Segnen miteinander vermischen.

Beispiele dafür sind die Prozession zu Ehren der heiligen Agata in Catania/Sizilien oder die Festa di St. Rosa in Viterbo/Latium. Diese kulturelle Tradition, bei der tonnenschwere und meterhohe Türme, Statuen und Aufbauten von bis zu 140 Männern durch die engen Gassen der Städte getragen werden, ist das Hauptereignis in den von zehntausenden Pilgern besuchten Orten. „Nach diesen auf Italienisch gehaltenen Vorträgen und dem guten Essen hatte man wirklich das Gefühl, eine serata in Italien verbracht zu haben“, waren sich am Schluss alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Abends einig.