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Warum die Stadt Amberg bei der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik setzt

Seit vielen Jahren befassen sich Forschung und Umweltpolitik mit dem Thema „Lichtverschmutzung“ oder auch „Lichtsmog“ genannt. Denn Mensch und Tier sind von ihrer Veranlagung nicht auf Dauerlicht, sondern auf einen natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus eingestellt. Die negativen Auswirkungen des Lichtsmogs auf Insekten und Zugvögel sind bekannt, die biologischen Beeinträchtigungen für den menschlichen Organismus werden untersucht.

„Abgesehen davon kennt kaum noch ein Mitbürger die gängigsten Sternenbilder“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung aus dem städtischen Tiefbauamt. Dabei gingen die Wissenschaftler davon aus, dass 50 Prozent der „Lichtglocke“, die sich über den Städten bildet, von den Straßenbeleuchtungen verursacht wird. Denn diffuses Licht hellt mehr die Umgebung auf als dass es die Straßen beleuchtet. Allein in der Stadt Amberg verursacht dieses Streulicht jährlich Energiekosten in Höhe von rund 270.000 Euro sowie beträchtliche CO2-Emmissionen.

Da die Stadt Amberg dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert beimisst, will sie ihren Beitrag zum Lichtsmog und zu den CO2-Emmisionen schnell und wirksam reduzieren. Ziel ist es, die eingesparten Stromentgelte sinnvolleren Zwecken zuführen. Deshalb hat sich der Stadtrat entschlossen, die städtische Straßenbeleuchtung komplett auf LED-Technik umzustellen. Derzeit schreitet die Umrüstung zügig voran, sie findet in der Bevölkerung jedoch ein geteiltes Echo.

Während die LED-Technik im Stadtgebiet bei den Ampeln und Lichtzeichen eher unbemerkt Einzug gehalten hat, ist der Vorher-Nachher-Unterschied bei der Straßenbeleuchtung unübersehbar. Das gewohnte Streulicht an Hausfassaden, Vorgärten und Bäumen ist weitgehend verschwunden. Es werden fast nur noch die Straßenoberflächen ausgeleuchtet. Der Blick aus einem Fenster im Obergeschoss veranschaulicht, wie wenig Lichtsmog damit nur noch nach oben gelangt.

Was die Astronomen und Umweltschützer freut, ist für viele Bürger aber zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Die Körper der Leuchten selbst sind jedenfalls von oben nachts kaum noch zu erkennen. LED-Leuchten haben im Vergleich zu den bisherigen völlig andere lichttechnische Eigenschaften, die zwar insgesamt besser sind, jedoch in manchen Fällen auch von Nachteil sein können. Wo wegen übergroßen Leuchtenabständen und sehr niedrigen Lichtmasten schon bisher oftmals nur eine Orientierungsbeleuchtung vorhanden war, lässt sich damit nur eine ungleichmäßige Ausleuchtung erreichen.

Hinzu kommt, dass es im direkten Anstrahlbereich unter den LED-Leuchten viel heller ist als zuvor, so dass die Dunkelzonen zwischen den Leuchten dunkler erscheinen als sie eigentlich sind.  Aufgrund dessen wird angesichts der großen Menge von fast 700 Straßen und 6.000 auszutauschenden Leuchtenköpfen in manchen Fällen natürlich eine Nachbesserung erforderlich. Für Fragen, Anregungen und Hinweise dazu steht das städtische Tiefbauamt unter der Telefonnummer 09621/10433 oder unter der E-Mail-Adresse tiefbauamt@amberg.de zur Verfügung. 

 

 

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