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"Serata Italiana" entführte nach Kalabrien und Sizilien

Die Geschichte und Topografie Kalabriens sowie süße Köstlichkeiten der sizilianischen Gebäckkunst standen im Mittelpunkt eines Abends, zu dem die „Amici di Desenzano-Amberg“, der Freundschaftsverein zur Pflege der Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten, gemeinsam mit den Italienfreunden aus Regensburg „Amici d’Italia“ unter der Leitung von Susy Herrmann-Wolters im Namen der Volkshochschule eingeladen hatten.

Natürlich durften bei dieser bereits fünften Amberger „Serata Italiana“, die in für fortgeschrittene Sprachschüler gut verständlicher Originalsprache abgehalten wird, die Anwesenden die vorgestellten landestypischen Delikatessen auch selbst probieren. Dabei war ihnen bereits bei den Erzählungen der Regensburger Dozentin Antonella Matarazzo-Seither das Wasser im Munde zusammengelaufen, als sie in die Geheimnisse und Rezepturen der sizilianischen Backkunst einführte.

Zuvor zeigte sie in einem kurzen historischen Abriss jedoch erst einmal die Einflüsse der Griechen, Sarazenen und Normannen auf, die in Sizilien nicht nur kulturelle, sondern auch deutliche kulinarische Spuren hinterlassen haben. Sie hob dabei besonders die sizilianischen „Dolci“, süße Gebäckteile und Torten hervor, die mit Mandeln, Honig und Zitronen hergestellt werden. Außerdem legte die Dozentin ihren Zuhörerinnen und Zuhörern ein Buch besonders ans Herz, das entscheidend dazu beitragen kann, Sizilien und die Sizilianer zu verstehen: den Roman „Der Gattopardo“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa.

Bereits zuvor hatte Gaetano Milito den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in Geschichte und die Topographie Kalabriens ermöglicht, das aufgrund seiner Lage häufig als „Herz des Mittelmeerraumes“ bezeichnet wird. Dabei ging er auf die diversen Küstenabschnitte mit ihren touristischen Highlights ein. Thema war aber auch das Bergland, das seinen Gästen sogar Wintersportmöglichkeiten bietet.

Außerdem stellte der Dozent das am Ionischen Meer gelegene Riace vor, das weltweit durch den Fund von zwei Bronzestatuen aus der Zeit um 450 v. Chr. und inzwischen auch als „Stadt der Zukunft“ bekannt geworden ist. Eine Initiative hat es sich dort zur Aufgabe gemacht, Flüchtlinge anzusiedeln, um ihnen eine Perspektive zu bieten und das Dorf wiederzubeleben. Dafür, dass sie hier Wohnraum und ein kleines monatliches Einkommen erhalten, übernehmen die Flüchtlinge die Aufgabe, die verlassenen Olivenhaine und Weinberge zu bearbeiten.

Aber auch die regionalen, von einer scharfen Note geprägten Köstlichkeiten Kalabriens spielten in Militos Vortrag eine wichtige Rolle. Herausragend ist hier der Ort Diamante am Tyrrhenischen Meer an der Riviera dei Cedri, wo man das jedes Jahr Anfang September stattfindende Peperoncino-Festival besuchen kann. Auch diese Spezialität, in Deutschland als Pfefferschote bekannt, konnte anschließend gekostet werden und trieb so manchem Zuhörer die Schweißperlen auf die Stirn.

 

 

 wird überprüft von der Initiative-S