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Karin Fleischer stellt ab dem 12. Januar in der Stadtgalerie Alte Feuerwache aus

„Vom Konzert der Sinne“ lautet die ungewöhnliche Überschrift der Ausstellung, mit deren Vernissage am Donnerstag, 12. Januar, um 19.30 Uhr das Veranstaltungsjahr in der Stadtgalerie Alte Feuerwache eröffnet wird. Und in der Tat verbirgt sich hinter diesem Titel eine außergewöhnliche Präsentation mit Zeichnungen, die von der Künstlerin Karin Fleischer bei Konzertaufführungen von moderner und zeitgenössischer sowie alter Musik simultan angefertigt wurden.

Karin Fleischer

Nicht die greifbare Wirklichkeit, sondern die nicht fassbare und unkörperliche Musik ist damit die Quelle von Karin Fleischers Inspiration. Das verdeutlicht, wie grenzüberschreitend das Unterfangen der Künstlerin ist: Sie wendet sich als Ausgangspunkt ihres Schaffens einem akustischen, flüchtigen Phänomen zu und erfasst das Unsichtbare mit den Mitteln der Malerei. Das entspricht einer Aussage Paul Klees: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“

Im Gegenzug hat sich Katrin Klose, Trägerin des Kulturförderpreises der Stadt Amberg, von den Zeichnungen inspirieren lassen, die Karin Fleischer 2015 im Amberger Stadttheater zu Kompositionen von Karl Heinz Stockhausen und Urmas Sisask simultan gezeichnet hat. Die Bilder mit den Titeln „Flammentanz“ und „Eruption“ bildeten die Basis für Katrin Kloses Komposition, die den Titel „feuertänzer. funken“ trägt und am kommenden Donnerstag im Rahmen der Vernissage in der Stadtgalerie Alte Feuerwache uraufgeführt wird.

Dazu werden Predrag Tomíc am Akkordeon und Nico Nesyba am Violoncello zu hören sein. Zugleich wird die Edition „feuertänzer. funken“ aus dem Laurentius Musik Verlag vorgestellt, die mit Hilfe des Kulturreferats Amberg herausgegeben werden konnte und Noten, Bilder sowie Texte dieser inspirierenden Zusammenarbeit vereint.

Karin Fleischer, geboren in Königsberg, studierte von 1966 bis 1974 an der Hochschule für bildende Künste – jetzt Universität der Künste – in Berlin und schloss ihr Studium als Meisterschülerin von Prof. Hann Trier ab. Das Atelier der Künstlerin steht in Laaber, ihre bevorzugten Arbeitsgebiete sind neben den Simultanzeichnungen Farbradierungen, Kupferstiche und Plein-air-Zeichnungen sowie Frottage-Installationen.

Von 2008 bis 2013 war die Künstlerin Mitglied der Produzentengalerie en passant in Berlin-Mitte. Außerdem wurde die Arbeit Karin Fleischers mit mehreren Stipendien gewürdigt. So war sie zuletzt 2014 über das Oberpfälzer Künstlerhaus Schwandorf am Virginia Center of Creative Arts in den USA und 2015 zum wiederholten Mal als Artist in Residence im Cill Rialaig Project, Co. Kerry, in Irland tätig. In Regensburg initiierte sie das multimediale Projekt ZwischenZeiten, dass von 1998 bis 2003 Bild, Musik und Tanz in die Kirchen von Regensburg und München brachte.

Zu ihrer Ausstellung in der Stadtgalerie Alte Feuerwache, die sich in eine lange Reihe von Einzel- und Gemeinschaftspräsentationen einordnet, gehören außerdem eine Schreibwerkstatt am 28. und 29. Januar, zu der man sich über die Volkshochschule anmelden kann, ein Filmabend und ein Vortrag zur Synästhesie mit Hörstationen und anschließendem Rundgang. Eine Betrachtung der Exponate von Karin Fleischer ist außerdem bis 19. Februar zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums möglich. Veranstalter ist das Kulturreferat der Stadt Amberg, die Ausstellungen in der Stadtgalerie Alte Feuerwache werden gefördert durch die Sparda-Bank Ostbayern-Stiftung.

 

 

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