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Geschichte der Bürgerspitalstiftung als Buch erschienen

Im Zusammenhang mit der 700. Wiederkehr ihrer Gründung entschloss sich die Bürgerspitalstiftung Amberg, einen Blick in ihre reiche und unverwechselbare Geschichte zu werfen und diese in schriftlicher Form der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Pünktlich zum Festakt am 22. April 2017, dem Tag an dem sich die Stiftung des Spitals durch König Ludwig den Bayern zum 700. Mal jährte, konnte das kleine Buch vorgelegt werden.

Sein Verfasser, Ambergs Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger, beginnt seine Arbeit mit der Stiftung des Spitals durch König Ludwig am 22. April 1317, das außerhalb der Stadt vor dem damaligen (ersten) Nabburgertor errichtet wurde. Das Spital war die umfassendste Wohltätigkeitsstiftung des Mittelalters, es fungierte als Altenheim, Kranken- und Waisenhaus, bot durchreisenden Fremden, vor allem Pilgern, Quartier, um nur einiges zu nennen. Es ging aber nicht nur um die leibliche Versorgung seiner Bewohner, ihre geistliche Betreuung war mindestens genauso wichtig. Hier konnte der König, der selbst eine Messe zum Spital stiftete, an eine auf dem Areal bereits bestehende kleine, dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihte Kirche anknüpfen, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts durch den Bau der jetzigen Spitalkirche ersetzt wurde.

Das Spital konnte seinen Aufgaben nur gerecht werden, weil es von einer Vielzahl vermögender Amberger Bürger unterstützt wurde, die ihm um ihrer Seelenheil Willen Häuser, Grundstücke oder Zinsleistungen zukommen ließen. Aufgrund des Umstands, dass die Armen um „Gottes Lohn“ in das Spital aufgenommen wurden, während andere sich einkaufen konnten, bildeten sich unterschiedliche Pfründen heraus, was sich vor allem in der Unterbringung niederschlug. Von Bedeutung war aber auch die medizinische Betreuung der Spitalbewohner durch den Amberger Stadtarzt.

Ausgehend von diesen Voraussetzungen wird der Werdegang des Spitals im Laufe seiner Geschichte beleuchtet; wichtige Stationen sind hierbei die „Reformation“, aber auch die vorübergehende Zentralisierung des Stiftungswesens zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Bemerkungen zur Entwicklung der Spitalgebäude runden das Buch ab, das zum Preis von 6,95 Euro im Buchhandel erhältlich ist. Es ist im „Büro Wilhelm Verlag“ Amberg erschienen und verfügt über 16 Farb- sowie drei historische schwarz-weiß-Abbildungen. Neben der umfassenden Chronik bietet die Bürgerspitalstiftung als Geschenkidee einen Steinkrug mit einer Flasche Spezialbräu-Festbier. Das Bierpräsent gibt es bei der Brauerei Kummert. Das Bürgerspital Seniorenzentrum und das Heilig-Geist-Stift bieten ebenfalls alle Jubiläumsartikel an.

 

 

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