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Die 40. Erlanger Universitätstage starten am 12. März

„Wir alle richten unsere Handlungen – bewusst oder unbewusst – nach Werten aus, die uns als ‚selbstverständlich‘ erscheinen. Aber was geschieht, wenn ‚die anderen‘ unsere Werte nicht teilen?“ Diese Frage hat der Spiritus Rector der Universitätstage Erlangen Prof. Dr. Rudolf Freiburg in seinem Vorwort zur 40. Ausgabe dieser wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe aufgeworfen. Von 12. März bis 9. April jeweils am Dienstagabend steht das Thema „Werte“ im Zentrum der Betrachtungen.

Von links nach rechts: Kulturamtsleiter Reiner Volkert, Barbara Cosima Frey vom Kulturamt der Stadt Amberg, Oberbürgermeister Michael Cerny, Spiritus Rector Prof. Dr. Rudolf Freiburg und Kulturamtsleiter Wolfgang Dersch präsentieren das Programm der Universitätstage Erlangen.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Cerny, Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiter Reiner Volkert und Barbara Cosima Frey vom Kulturamt präsentierte Prof. Freiburg das Veranstaltungsprogramm, in dessen Rahmen der Gegenstand aus der Sicht fünf verschiedener Disziplinen in den Mittelpunkt gerückt wird. Veranstaltungsort für die hochaktuellen Vorträge ist wie immer der große Saal des Rathauses, Beginn um 19.30 Uhr und der Eintritt frei.

Mit „Umstrittenen Wertorientierungen im Brexit-Prozess des Vereinigten Königreichs“ eröffnet Prof. Dr. Roland Sturm am 12. März den diesjährigen Veranstaltungsreigen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche und Vergleichende Politikwissenschaft, Europaforschung und Politische Ökonomie an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg setzt sich zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Austrittstermin Großbritanniens mit dem Kern des Austrittsbegehrens und dem damit verbundenen Wertekonflikt zwischen Parlaments- und Volkssouveränität auseinander.

Dr. Caroline Hack, die den Abend des 19. März bestreitet, hat Philosophie und Iberoromanistik in Erlangen studiert und wurde dort mit Schwerpunkt auf ‚Angewandter Ethik‘ promoviert. Sie wird sich in ihren Ausführungen mit den „Ethischen Konflikten in der klinischen Praxis“ auseinandersetzen und dabei die Vielschichtigkeit von Bewertung erläutern. Geht es nämlich um Therapieentscheidungen, können, so Hack, „mitunter eine Vielzahl verschiedener Wertvorstellungen, Interessen, Rollen, innerdisziplinärer Haltungen und persönlicher Überzeugungen aufeinanderprallen“.

Am darauffolgenden Dienstag, 26. März, bezieht Prof. Dr. Maren Conrad zur „Wertevermittlung in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur“ Stellung. Die Inhaberin der Juniorprofessur für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur gibt dabei einen Einblick in die Geschichte der Diskussion um die Wertevermittlung in Kinder- und Jugendbüchern und widmet sich der historischen Entwicklung auf diesem Gebiet ab dem frühen 19. bis zum 21. Jahrhundert.

„Amerikanische Werte und Wertewandel in der Ära Trump“ sind das Thema von Dr. Klaus Lösch am 2. April im Rathaus. Lösch, Akademischer Direktor am Lehrstuhl für Amerikanistik an der FAU, zeigt die gravierenden Veränderungen auf, die die Präsidentschaft Donald Trumps in der amerikanischen Politik und politischen Kultur mit sich gebracht hat, und verdeutlicht, dass mit den verschärften Abgrenzungsbestrebungen nach außen und den sozialen Ausgrenzungen innerhalb der US-Gesellschaft eine beispiellose Entgrenzung der politischen Sprache gerade auch in der digitalen Öffentlichkeit korrespondiert.

Für den abschließenden Vortrag der diesjährigen 40. Erlanger Universitätstage am Dienstag, 9. April, zeichnet Prof. Dr. Georges Tamer verantwortlich, seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der FAU. In seinen Ausführungen beschäftigt er sich – ausgehend von der Tatsache, dass die Integration der zahlreichen muslimischen Flüchtlingen, die bereits jetzt in Deutschland leben und weiter Zuwachs bekommen werden, eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist – mit den Fragen „Welche Auswirkungen hat dies auf die Islamwissenschaft? Wie soll sie nun mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen umgehen?“

Weitergehende Informationen zu den einzelnen Veranstaltungsabenden können dem an zahlreichen öffentlichen Stellen ausliegenden Programmheft entnommen oder im Internet unter www.fau.de sowie auf www.amberg.de nachgelesen werden. Im Rahmen der Vorstellung machte Prof. Rudolf Freiburg außerdem darauf aufmerksam, dass ein weiterer Band der Reihe „Erlanger Universitätstage in Amberg“ erschienen ist. Die Publikation mit den Vorträgen zum Jahresmotto 2017 „Sprachwelten“ ist zum Preis von 15 Euro im Buchhandel erhältlich.

 

 

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