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Amberg bleibt auch in Zukunft „Fairtrade Town“

Wie schnell zwei Jahre vorübergehen, können die Mitglieder der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Amberg bestätigen: Am 6. Juni 2015 wurde ihr dieser Titel offiziell zuerkannt, nun gab es eine Erneuerung dieser Auszeichnung und eine weitere Urkunde als Beweis dafür, dass die Stadt die erforderlichen Kriterien auch künftig erfüllt. „Amberg bleibt Fairtrade-Stadt“ heißt es auf dem Dokument, das Oberbürgermeister Michael Cerny von TransFair zugesandt wurde.

„Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt die Stadt Amberg eine Vorreiterrolle ein“, kann man in dem Urkundentext nachlesen, der damit der relativ kleinen, insgesamt acht Mitglieder umfassenden Steuerungsgruppe um Heike von Eyb und Dr. Helmut Kollhoff einen Erfolg auf ganzer Linie bescheinigt. Denn hinter dieser Bestätigung steckt jede Menge Arbeit und Einsatz. „Es ist viel passiert in den vergangenen zwei Jahren. Wichtige Themen wurden bearbeitet und Schritt für Schritt neue Aktivitäten in Angriff genommen“, betont auch Bürgermeisterin Brigitte Netta, die sich selbst in der Gruppe engagiert.

Unter anderem haben die Beteiligten daran mitgewirkt, dass der Ostbayerischen Technischen Hochschule OTH Amberg-Weiden der Titel „Fairtrade University“ zuerkannt wurde. Ebenso hat man zusammen mit dieser Einrichtung ein EthikForum zum Thema faire Textilwirtschaft organisiert. Auch dürfen sich in der Zwischenzeit mehrere Schulen „Fairtrade-Schulen“ nennen, die Kinderhaus „SieKids“ wurde zur ersten „Eine-Welt-Kita“ Bayerns erhoben und es wurde eine „Zukunftsakademie“ gegründet mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürgern aller Altersstufen zu bewusstem, fairem Handeln zu bewegen.

Im Herbst steht zudem ein „Zukunftskongress“ auf dem Programm, bei dem in zahlreichen Workshops Fragen rund um das Thema „nachhaltige Entwicklung“ erörtert werden sollen. Weitere Projekte sind die Beteiligung am Bauernmarkt, wo einmal im Monat faire Waren und ein „Produkt des Monats“ vorgestellt werden, sowie eine eigene Kinoreihe. Das „Globale Zukunftskino“ wurde in Zusammenarbeit mit weiteren Mitstreitern aus der Taufe gehoben, um einen Beitrag zur Meinungsfindung und zum Perspektivenwechsel zu leisten.

Wie diese Aufzählung deutlich macht, legt die Steuerungsgruppe vor allem auf die Bildungsarbeit großen Wert. Dies zeigt sich unter anderem auch bei einer aktuellen Maßnahme, in deren Rahmen die 4. Grundschulklassen unter dem Motto „Rundum fair“ zu einem Parcours zum fairen Handel eingeladen sind. „Mit unseren Aktionen wollen wir immer wieder ein anderes Publikum ansprechen und so möglichst viele Menschen für unsere Idee begeistern“, erläutert Heike von Eyb als unermüdlicher Motor der Fairtrade-Aktivitäten.

Das Ergebnis dieses Einsatzes kann sich sehen lassen: Immer größer wird der Kreis der Personen, die sich für die Sache engagieren, und das Thema kommt „langsam, aber sicher“ bei den Menschen an. Gleichzeitig bleibe aber noch reichlich Potenzial, um den Fairtrade-Gedanken auch künftig in den Mittelpunkt zu stellen, erklärt Brigitte Netta. Ein gutes Beispiel dafür ist auch ein weiteres, derzeit in Angriff genommenes Projekt, bei dem es darum geht, dafür zu werben, dass auf den Amberger Friedhöfen keine Grabsteine aus Kinderarbeit mehr aufgestellt werden soll – ein Gedanke, der erst einmal ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden muss.

Das zeigt aber auch, wie wichtig es ist, sich für die Kampagne „Fairtrade-Towns“ zu engagieren, die es bereits in 26 Ländern und rund 2000 Städte gibt – unter ihnen auch in London, Rom, Brüssel sowie in San Francisco. In Deutschland beteiligen sich inzwischen 485 Kommunen Fairtrade-Städte an der Initiative. Dabei haben sich zahlreiche Akteure aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vernetzt, um den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern.

 

 

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