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Agenda 21 - Der Beschluss von Rio

"Agenda 21" als Fahrplan aus der drohenden Krise

An der Wende zum 21. Jahrhundert haben die Umweltprobleme weltweit in Ausmaß und Erscheinungsform eine neue Dimension erreicht. Zwar brachte die industrielle Entwicklung von Anfang an Schädigungen der Umwelt mit sich, Umweltbelastungen wurden jedoch zunächst meist nur lokal als Beeinträchtigung empfunden. Erst seit Mitte dieses Jahrhunderts haben sich die Umweltbelastungen deutlich erkennbar verstärkt und ein globales Ausmaß angenommen.

Die Umweltprobleme werden sich ohne entscheidende Gegenmaßnahmen in den kommenden Jahren Jahrzehnten erheblich verschärfen. Die zunehmende Belastung der Erdatmosphäre mit Schadstoffen und Treibhausgasen führt zu tiefgreifenden Veränderungen des Naturhaushalts. Die Folgen der Schädigung der Ozonschicht und der globalen Erwärmung sind in ihrem gesamten Umfang noch nicht absehbar. Unter anderem sind ein Anstieg des Meeresspiegels, extreme Wetterlagen, reduzierte Trinkwasserreserven, vermehrte Wüstenbildung und Bodenerosion, gesundheitliche Gefährdungen und eine Zerstörung unwiederbringbarer Genpotentiale der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten zu befürchten. Das menschliche Leben und Wirtschaften ist an einem Punkt angelangt, an dem es Gefahr läuft, sich seiner eigenen natürlichen Grundlagen zu berauben. In allen Staaten der Erde setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine langfristige und dauerhafte Verbesserung der Lebensverhältnisse für eine wachsende Weltbevölkerung nur möglich ist, wenn sie die Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen mit einschließt.

Viele dieser Umweltprobleme haben mit der Art des ressourcenintensiven Wirtschaften in den hochentwickelten Industrieländern zu tun. Diese grundsätzlich als "Durchlaufwirtschaft" zu charakterisierende Art der Stoffnutzung ist geprägt von hohem Ressorcenabbau und Abfallvolumen bei geringer Ressourcennutzung (im Gegensatz zu der heute angestrebten Kreislaufwirtschaft). In den Entwicklungsländern führen Armut, Bevölkerungswachstum und nicht umweltverträgliches Wirtschaften zu einem dramatischen Raubbau an der Natur. Allein seit den fünfziger Jahren hat die Erde fast ein Fünftel des Mutterbodens, ein Fünftel des tropischen Regenwaldes und Zehntausende von Tier- und Pflanzenarten verloren.

Der Leitbild der nachhaltigen Entwicklung, das auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio des Janeiro verabschiedet wurde, versucht gleichermaßen Antworten auf die globalen Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu finden.

(Quelle: "Agenda 21 - Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung Bayerns", Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen)